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2022 durften wir eine ganz besondere Reise erleben: die Taufreise der damals neuen AIDAcosma. Unsere Route:
Hamburg – Rotterdam – Zeebrügge Southampton – A Coruña – Lissabon – Cádiz – Málaga – Barcelona – Mallorca.

Am 9. April 2022 wurde die AIDAcosma im Hafen von Hamburg feierlich von Kristina Vogel getauft. Unser Kapitän und damit auch der Taufkapitän war Vincent Cofalka. An Bord erwarteten uns besondere Highlights und ein atemberaubendes neues Schiff mit spannenden neuen Bereichen – das Abenteuer begann!

Tag 1 – Hamburg – Anreise und Einschiffung

Unsere Anreise bestritten wir dieses Mal aus Kostengründen etwas umständlich. Zunächst ging es mit dem Nightjet nach Berlin und anschließend am Morgen weiter mit dem ICE nach Hamburg. Offen gesagt kann ich den Nightjet persönlich nicht empfehlen. Wir hatten ein komplettes (privates) Sitzabteil für uns gebucht, und trotz der dadurch entstehenden Liegefläche, die locker für zwei Personen gereicht hätte, konnten wir leider nicht besonders viel schlafen. Hauptgrund dafür war, dass bei jedem Grenzübertritt das Zugteam wechselte und die Fahrkarten jedes Mal erneut kontrolliert wurden. Gegen 11 Uhr morgens erreichten wir schließlich die AIDAcosma am Cruise Center Steinwerder in Hamburg.

Beim Check-in erhielt jeder Reisende der Taufreise als Geschenk ein Schlüssel- bzw. Bordkartenband. Passend zum Motto der AIDAcosma „Die Welt wird bunter“ waren auch die Bordkarten besonders gestaltet.

Unsere Kabine auf dieser Reise war die 17050, eine Balkonkabine im vorderen Bereich auf Backbord. Sie lag nicht weit vom Beach Club entfernt und bot, wenn man nach rechts blickte, sogar einen Blick auf die Brücke.

Wie auch auf dem letzten Bild zu erkennen ist, gab es zum Abendessen natürlich die Taufreisetorte, bevor der große Abend bevorstand. Ein einzigartiges Erlebnis, das sich allerdings vom Schiff aus gar nicht so einfach verfolgen ließ.

Aktiv den ganzen Tag über wurde daher der AIDA TV – Kanal über die Kabinenfernseher sowie die große LED Wand im Theatrium empfohlen, um das Spektakel verfolgen zu können. Wir wollten das Ganze jedoch live erleben und begaben uns deshalb auf das Ocean Deck. Dort war es allerdings bereits sehr voll, zudem war der untere Bereich für exklusive Tagesgäste abgesperrt und nur für diese zugänglich. Immerhin bekamen wir dennoch die wunderbare Drohnenshow zu Gesicht, die ein echtes Highlight des Abends war.

Nach der offiziellen Zeremonie, bei der die Ausnahmesportlerin Kristina Vogel das Schiff getauft hat, heizte DJ Alle Farben im Theatrium ordentlich ein und sorgte für echte Partystimmung, trotz Corona. Sogar die Taufpatin Kristina Vogel der AIDAcosma tanzte locker im Rollstuhl mit.

Anschließend legte die AIDAcosma gegen 23:30 Uhr ab und drehte eine Ehrenrunde vorbei an der Elbphilharmonie und den Landungsbrücken, bevor sie endgültig Kurs auf ihre Taufreise nahm. Überall am Ufer standen Menschen, winkten mit Handylichtern, jubelten und begleiteten das neue Schiff auf dieser besonderen Fahrt.

Tag 2 – Auf dem Weg nach Rotterdam

Nun stand erstmal ein entspannender Seetag bevor welchen wir am Ocean Deck, im Beachclub oder bei den Aktivitäten verbrachten. Das Ocean Deck entwickelte sich auf dieser Reise sehr schnell zu einem meiner Lieblingsplätzchen. Der Blick auf das offene Meer, Baden im Infinity – Pool mit Meerblick, gemütliche Sitzgelegenheiten und natürlich eine Bar die leckere Cocktails reicht.

Kurzfristig ergatterten wir eine Reservierung für das Mittagessen im neuen Restaurant dem „Mamma Mia“, ein neues Restaurant auf AIDA welches es zuvor noch auf keinem Schiff gegeben hat. Die noch verfügbaren Reservierungsmöglichkeiten vor der Reise waren bei unserer eher kurzfristigen Buchung nämlich leider doch sehr beschränkt bzw. kaum verfügbar. Wir genossen das Essen und schließlich abends den ersten Sonnenuntergang auf See.

Doch damit noch nicht genug. Am Abend lockte im Rahmen der Prime Time eine Lasershow ins Theatrium, gefolgt von der zweiten Show des Star-DJs Alle Farben. Bevor er uns in Rotterdam verließ, ließ Alle Farben es im Theatrium noch einmal so richtig krachen. Eine tolle „Party“. Natürlich war alles noch etwas sehr streng geregelt den damaligen Corona-Auflagen geschuldet. AIDA wollte verständlicherweise vermeiden, dass die Taufreise am Ende in einer Corona-Schlagzeile endet.

Tag 3 – Rotterdam

Frühmorgens, als ich zufällig aufwachte, schoss ich die ersten Fotos der Passage durch die Maas in Richtung Rotterdam. Zu sehen gibt es während der Fahrt viel Industrie und hin und wieder Gebäude mit etwas spezieller Architektur. Umso mehr an verschiedenen Architekturen gibt es dann allerdings untertags in Rotterdam selbst.

Mittags gingen wir von Bord und nahmen an einer über AIDA gebuchten „Komm-an-Land-Tour“ teil. Diese führte uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Rotterdams, darunter die Markthalle, die bekannten Kubushäuser, die SS Rotterdam sowie Bereiche des alten und des neuen Rotterdams. Die Tour bot einen guten Überblick über die Vielfalt der Stadt und zeigte eindrucksvoll, wie modernes Design und historische Elemente hier aufeinandertreffen.

Mich persönlich fasziniert Rotterdam immer wieder mit seiner außergewöhnlichen Architektur und seinem ganz eigenen Charme. Am Rückweg zum Schiff fuhren wir noch an der markanten alten Eisenbahnbrücke vorbei, die auch vom Wasser aus gut sichtbar ist. Es handelt sich um De Hef, offiziell die Koningshavenbrug, eine historische Hub-Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1927. Früher war sie eine wichtige Eisenbahnverbindung über die Maas, doch seit der Eröffnung eines Bahntunnels unter dem Fluss wird sie nicht mehr genutzt. Trotzdem blieb die Brücke erhalten und steht heute als geschütztes Denkmal dauerhaft in angehobener Position, sodass Schiffe ungehindert passieren können. Als stiller Zeitzeuge der industriellen Vergangenheit Rotterdams fügt sie sich eindrucksvoll in das moderne Stadtbild ein und bildet einen spannenden Kontrast zur zeitgenössischen Architektur ringsum.

Pünktlich um 20 Uhr verließen wir den Hafen von Rotterdam, während die Sonne langsam begann unterzugehen. Besonders am Abend zeigt sich die Stadt von einer ganz besonderen Seite. Deshalb möchte ich euch einige Aufnahmen nicht vorenthalten, die bei einem Overnight-Stay während einer Kurzreise mit der AIDAprima im Februar entstanden sind, bevor ich weiter über das Auslaufen berichte.

Die Sonne spiegelt sich noch einmal auf der Maas, während wir Rotterdam hinter uns lassen. Nächster Halt: Zeebrügge, Ausgangspunkt für unseren Ausflug nach Brüssel.

Eine Angewohnheit von mir auf jeder Reise ist ein kleiner nächtlicher Spaziergang über das leere Schiff nach der Party. Dabei entstehen immer wieder traumhafte Fotos. Besonders hier merkt man, wie viel Mühe sich AIDA auch beim neuen Schiff mit dem Ambiente gegeben hat.

Tag 4 – Zeebrügge / Brüssel

Nach etwa eineinhalb Stunden Busfahrt von Zeebrügge erreichten wir unsere erste Station: das Atomium. Schon von weitem beeindruckte das monumentale Bauwerk mit seiner futuristischen Form. Errichtet wurde es zur Weltausstellung 1958 und stellt ein Eisenkristallmodell dar – allerdings 165-milliardenfach vergrößert. In den glänzenden Kugeln befinden sich heute Ausstellungen. Ein Besuch auf der Aussichtsplattform war bei unserem kurzen Stopp von nur 15 Minuten leider nicht möglich.

Direkt beim Atomium befindet sich außerdem der schöne Benelux-Brunnen. Die Wasserfontänen verleihen dem weitläufigen Platz eine lebendige und zugleich elegante Atmosphäre. Der Brunnen wurde ebenfalls im Zusammenhang mit der Expo 58 gestaltet und symbolisiert die Zusammenarbeit der Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg. Aufgestellte Bänke laden zum kurzen Verweilen ein vor allem bei guten Wetter.

Anschließend ging es weiter ins Zentrum von Brüssel. An der Pol Bury Fountain (linkes Bild) stiegen wir aus und begannen unseren geführten Rundgang. Direkt daneben, rechts im Bild, ist die Skulptur Double Folded Circle Ring zu erkennen. Im rechten Bild seht ihr unseren nächsten Stopp: eine weitere Skulptur, „Esprit Ouvert“. Sie wurde 1997 von der Künstlerin Tapta geschaffen und steht an der Kreuzung von Koning Albert II‑Laan und Simon Bolivarlaan, nahe dem Brüssel Nordbahnhof. Die Skulptur aus stahlartigen Elementen spielt mit Perspektiven und Reflexionen und ist ein schönes Beispiel für moderne Kunst im öffentlichen Raum, die in Brüssel sehr zahlreich vorhanden ist.

Weiter ging es zum Koninklijk Paleis (Königlicher Palast) in Brüssel. Dieser imposante neoklassizistische Palast liegt direkt am Warandepark (Parc de Bruxelles) und gehört zum historischen Royal Quarter der Stadt. Der Palast dient heute als Arbeitsplatz des Königs von Belgien, wo er Staatsgäste empfängt und offizielle Zeremonien abhält – die königliche Familie wohnt jedoch nicht dauerhaft dort. Im Sommer ist der Palast traditionell für Besucher geöffnet, sodass man die prächtigen Prunkräume wie den Thronraum, die Spiegelgalerie oder das Große Treppenhaus besichtigen kann.

Auf unserem Weg zum Grand-Place, dem zentralen Platz Brüssels, kamen wir an dem Brunnen bzw der Figur Jeanneke Pis vorbei, der kleinen Bronzefigur eines Mädchens, das in einen Brunnen uriniert. Auch wenn wir die anderen berühmten „urinierenden“ Brunnen wie Manneken Pis oder Zinneke Pis (der pinkelnde Hund) nicht direkt besucht haben, sind sie ein schönes Beispiel für die humorvolle, skurrile Seite der Brüsseler Kunst im öffentlichen Raum.

Diese Brunnen und Figuren haben in Brüssel eine lange Tradition: Sie kombinieren öffentliche Kunst, lokale Geschichten und Humor und laden die Passanten dazu ein, die Stadt mit einem Schmunzeln zu entdecken. Man könnte fast sagen, dass sie zu den kleinen, charmanten Überraschungen gehören, die Brüssel besonders machen.

Schließlich erreichen wir den Grand-Place, das pulsierende Herz Brüssels. Umgeben ist der Platz von prächtigen, reich verzierten Gildehäusern, dem Rathaus, dem Maison du Roi (Broodhuis) sowie beeindruckenden historischen Gebäuden wie der Maison du Pigeon, der Maison du Duc de Brabant und dem Musée de la Bière Belge.

Hier spürt man die Geschichte Brüssels auf Schritt und Tritt: Die kunstvollen Fassaden, reich verziert mit Goldakzenten, erzählen von der wohlhabenden Handels- und Zunfttradition der Stadt. Auf dem Platz finden regelmäßig Veranstaltungen, Märkte und Blumenfestivals statt, was ihn zu einem lebendigen Zentrum für Einheimische und Touristen gleichermaßen macht.

Von hier aus hatten wir nun noch etwas Freizeit, um die nähere Umgebung ein wenig zu erkunden, bevor es zurück zum Bus und damit wieder zum Schiff ging. Aufgrund der relativ langen Fahrt nach Brüssel war esnatürlich nicht möglich, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen – der klassische Nachteil bei einer Kreuzfahrt.

Den Abend ließen wir gemütlich im Beachclub bei einer Lasershow ausklingen und so nahmen wir Kurs auf London/Southampton. Auch im Beachclub abends galt die FFP2 Maskenpflicht außer am Platz/Tisch.

Tag 5 – Southampton

Ein neuer Tag, ein neuer Ausflug: Während viele Gäste London besuchten, entschieden wir uns für einen Besuch bei Stonehenge, einem der bekanntesten prähistorischen Monumente der Welt. Schon von weitem beeindruckt die kreisförmige Anordnung der riesigen Steine. Die Bauzeit wird auf 3000 bis 2000 v. Chr. geschätzt, und noch heute rätseln Historiker über den Zweck des Ortes – ob religiöses Zentrum, astronomisches Observatorium oder Ritual- und Bestattungsort. Die präzise Anordnung der Steine deutet auf ein erstaunliches Verständnis für Astronomie und Ingenieurskunst hin.

Neben den archäologischen Fakten ranken sich auch mythische Geschichten: In der Überlieferung des Mittelalters soll Merlin, der Zauberer der Artus-Sage, die Steine aus Irland nach England gebracht haben, um ein Denkmal für gefallene keltische Krieger zu errichten. Die Legende nennt Stonehenge den „Tanz der Riesen“, was den geheimnisvollen Charakter des Ortes unterstreicht.

Das Besucherzentrum informiert anschaulich über die Geschichte, Archäologie und Mythologie von Stonehenge. Vom Rundweg aus kann man die massiven Steine aus nächster Nähe betrachten und gleichzeitig die weite, offene Landschaft von Salisbury Plain genießen. Auch wenn der Zugang streng geregelt ist, bietet der Weg mehrere optimale Fotomöglichkeiten, besonders bei frühem oder spätem Tageslicht.

Ein Besuch bei Stonehenge verbindet Geschichte, Mythos und Natur auf einzigartige Weise, ein unvergessliches Erlebnis, das die Jahrtausende alte Faszination dieses Ortes spürbar macht.

Im Rahmen unseres Ausflugs besuchten wir auch das charmante Städtchen Salisbury, nur wenige Kilometer von Stonehenge entfernt. Die Stadt besticht durch ihre historische Altstadt, Fachwerkhäuser und gemütliche Gassen. Besonders sehenswert ist die Salisbury Cathedral mit dem höchsten Kirchturm Englands und einer der wenigen erhaltenen Originalfassungen der Magna Carta.

Mir persönlich hat Salisbury sehr gut gefallen, und ich konnte einige schöne Fotos von den Gassen und historischen Gebäuden machen.

Das Auslaufen an diesem Abend wurde von einem malerischen Sonnenuntergang begleitet. Tschüss, Southampton – auf geht’s nach A Coruña! Nun lag ein Seetag vor uns, Zeit, das Schiff zu genießen und die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren zu lassen.

Tag 6 – Auf dem Weg nach A Coruña

Ein entspannter Seetag auf der AIDAcosma! 🌊☀️
Der Morgen begann mit einem herrlichen Ausblick vom Deck – Wasser soweit das Auge reicht und das Wetter spielte perfekt mit: Sonne, leichter Wind – einfach traumhaft. Und heute war es endlich soweit endlich veranstaltete AIDA das erste Volleyball der Reise. Nach dem Sport durfte natürlich eine entspannte Runde in einen der Pools nicht fehlen. Desweiteren nutzte ich den Tag um meine kostenlose Massage, welche ich dank meiner Clubstufe erhalte, zu genießen bevor es morgen wieder Land in Sicht heißt. Jetzt macht es sich auch langsam bemerkbar ,dass es langsam Richtung Sonne und guten Wetter geht.

Tag 7 – A Coruña – Ich bin dann mal weg….

Unser Ausblick am heutigen Morgen. A Coruña begrüßt uns mit besten Wetter. Hevorragende Bedingungen für unseren Ausflug! Heute auf dem Programm: ein Teilstück des Jakobswegs entlang wandern bis nach Santiago de Compostela.

Für viele Pilger ist dies der Höhepunkt der Reise – das Ziel nach Tagen oder Wochen des Wanderns. Wer die klassischen Routen geht, kommt oft aus Sarria auf dem Camino Francés – das sind etwa 111 km bis Santiago. Wir gingen heute etwa 3 – 4 km Auch der Camino Portugués ab Tui oder Pontevedra bietet eine wunderschöne Alternative entlang grüner Landschaften und kleiner galicischer Dörfer. Auf den letzten Etappen laden Pilgerherbergen, kleine Cafés und idyllische Orte zu kurzen Pausen ein, um neue Energie zu tanken.

Besonderheiten des Jakobswegs

Der Jakobsweg ist mehr als nur eine Wanderung:

  • Pilger tragen oft die Jakobsmuschel, Symbol des Weges.
  • Der Pilgerpass wird auf Etappen gestempelt – für die offizielle Pilgerurkunde „Compostela“.
  • Unterwegs trifft man Menschen aus aller Welt, teilt Geschichten und kleine Rituale, wie Steine ablegen oder gemeinsam in Herbergen essen.

Und bereits nach etwa 20 minuten Fußweg ist die Kathedrale von Santiago de Compostela bereits in Sichtweite, das Ziel der Wanderung.

Ein Gruß von unterwegs

Die wohl bekannteste Begrüßung auf dem Jakobsweg ist „Buen Camino!“ – Guten Weg!
Pilger motivieren sich gegenseitig mit kleinen Sprüchen wie:

  • „Que tengas un buen Camino“ – Mögest du einen guten Weg haben.
  • „Ánimo, que ya falta poco“ – Kopf hoch, es ist nicht mehr weit.

Ein kurzer Blick in die Geschichte

Der Jakobsweg ist tausend Jahre alt. Ursprünglich pilgerten Menschen aus ganz Europa nach Santiago, um das Grab des Apostels Jakobus zu besuchen. Heute ist der Weg nicht nur religiös, sondern auch kulturell, spirituell oder sportlich interessant. Besonders auf den letzten 100 km ab Sarria sammeln Pilger ihre Stempel für die Compostela – eine Urkunde, die das Erreichen des Zieles bestätigt.

Santiago de Compostela – Die Highlights

Die Stadt selbst ist ein Höhepunkt für sich:

  • Kathedrale von Santiago – ein beeindruckendes Bauwerk und das Grab des Apostels Jakobus. Ein Besuch der Kathedrale ist Pflicht, Pilger umarmen oft die Statue des Apostels und lassen sich vom Botafumeiro, dem riesigen Weihrauchpendel, beeindrucken.
  • Praza do Obradoiro – der zentrale Platz vor der Kathedrale, Treffpunkt für Pilger aus aller Welt.
  • Altstadt – verwinkelte Gassen, historische Häuser und traditionelle galicische Küche laden zum Verweilen ein.
  • Kloster San Martín Pinario und das Pilgermuseum geben spannende Einblicke in die Geschichte des Jakobswegs.

Und schließlich erreichten wir Compostela. Die Kathedrale wird mit jeden Schritt beeindruckender und bei Ankunft sieht man bereits dutzende Pilger am Boden sitzen, welche feiern, dass sie es geschafft haben. Nun hatten wir noch etwa eine Stunde zur freien Verfügung vorort bevor es zurück zum Schiff ging.

Und so waren wir mal kurz weg….

„Wie Hape Kerkeling einst schrieb: ‚Ich bin dann mal weg‘ – und genau das ist das Gefühl auf dem Jakobsweg. Man lässt alles hinter sich, läuft Schritt für Schritt Richtung Santiago de Compostela und taucht ein in eine andere Welt.“

Kaum sind wir zurück gekehrt aufs Schiff, hieß es schon wieder „Sail away“. Weiter gehts nach Portugal, um genau zu sein nach Lissabon. Das Auslaufen mal wieder begleitet vom wunderschönen Sonnenuntergang. Das ist und bleibt einfach meine Lieblingsbeschäftigung. Wieder bestand uns ein Tag auf See bevor bis wir Lissabon erkunden dürfen. Noch einmal Kraft tanken denn in Lissabon gibt es viel zusehen.

Tag 8 – Auf dem Weg nach Lissabon

Die Hälfte der Reise war bereits vorüber daher war es dringend notwendig nochmal alle Annehmlichkeiten des Schiffs in vollen Zügen auszunutzen. Ab ging es in die „AIDA Racers“ die Rutsche mit Zeitmessung. Anschließend wieder einmal weiter aufs Ocean Deck die wunderbare Heckwelle genießen. Und wie macht man das am besten? Natürlich mit Cocktail in der Hand😊🍸🍹. Und für heute Abend hatten wir auch etwas spezielles geplant. Ich hatte uns nämlich einen Tisch in der Brasserie dem French Kiss reserviert. Hier gibt es abends ein feines Dinner à la Française mit klassischen Gerichten wie Tartes, Coq au Vin, frischen Pâtisserie-Kreationen und weiteren französischen Köstlichkeiten.

Mein persönliches Highlight die Tartes zur Nachspeise, hier hat mir eine einzelne nicht gereicht, da gibt es einfach zu viele leckere Varianten, sowie das klassische Creme Brûlée.

Des Weiteren entschieden wir uns heute Abend, bei der interaktiven Gameshow „Backbord vs. Steuerbord“ im Studio X mitzumachen. Das Studio X ist ein voll ausgestattetes Fernsehstudio an Bord und gehört zu den modernsten Entertainment-Locations der Flotte. Mit Kameras, professioneller Moderation und Studiobeleuchtung fühlt man sich schnell wie bei einer echten TV-Produktion. Die Shows werden nicht im klassischen Fernsehen (z. B. ORF) ausgestrahlt. Stattdessen werden sie für die AIDA-eigenen Bord-TV-Kanäle produziert. Diese können Gäste bequem über den Kabinenfernseher verfolgen. So bekommt die gesamte Reisegesellschaft die Möglichkeit, die Show später noch einmal anzuschauen.

Für „Backbord vs. Steuerbord“ wird das Publikum im Studio in zwei Teams eingeteilt:

  • 🔵 Team Backbord
  • 🔴 Team Steuerbord

Die Einteilung erfolgt direkt vor Ort im Studio und nicht anhand der Kabinenlage. Es spielt also keine Rolle, auf welcher Schiffsseite eure Kabine liegt. Das Entertainment-Team teilt die Gäste spontan nach Sitzbereichen ein.

Der Fokus der Show liegt klar auf Quizfragen und Schätzfragen — klassische Aktions- oder Bühnenspiele gibt es in diesem Format nicht.

So läuft es typischerweise ab:

  1. Das Publikum erhält eine Frage (Wissens- oder Schätzfrage).
  2. Die Gäste geben ihre Antwort über das Bordportal auf dem Smartphone ab.
  3. Für jedes Team wird ein Teamkapitän ausgewählt.
  4. Der Teamkapitän gibt die offizielle Teamantwort ab.

Im Idealfall gilt:

  • ✅ Die Antwort des Kapitäns ist richtig
  • ✅ Und sie entspricht der Mehrheit seines Teams

Je besser beides zusammenpasst, desto mehr Punkte kann das Team sammeln.

Tag 9 – Lissabon

Am Morgen erreichten wir schließlich Lissabon. So mancher konnte sich früh aufraffen, um die Durchfahrt unter der berühmten roten Brücke zu erleben. Die Ponte 25 de Abril erinnert mit ihrer markanten Bauweise und Farbe stark an die Golden Gate Bridge. Wir hingegen entschieden uns ganz entspannt dafür, uns dieses besondere Spektakel erst am Abend beim Auslaufen anzuschauen, wenn die Stimmung über dem Tejo noch einmal eine ganz besondere ist. Besonders praktisch in Lissabon, dass das Schiff hier direkt im Stadtzentrum liegt. Dadurch kann wunderbar auf eigene Faust losziehen.

Als Erstes ging es für uns zum Praça do Comércio, einem der bekanntesten und größten Plätze von Lissabon. Der weitläufige Platz liegt direkt am Ufer des Tejo und beeindruckt mit seinen gelben Arkadengebäuden und der offenen Lage zum Wasser. Besonders ins Auge fällt der monumentale Arco da Rua Augusta, der den Platz mit der Einkaufsstraße Rua Augusta verbindet. Der prachtvolle Torbogen wurde nach dem schweren Erdbeben von 1755 errichtet und symbolisiert den Wiederaufbau der Stadt. In der Mitte des Platzes steht die imposante Reiterstatue von José I von Portugal, die an den portugiesischen König erinnert, unter dessen Herrschaft der Wiederaufbau Lissabons vorangetrieben wurde.

Weiter ging es an der Lisbon City Hall vorbei und immer weiter bergauf, an der Igreja de Nossa Senhora da Encarnação vorbei bis wir schließlich die Igreja de São Roque erreichten. Nach einer kurzen Innenbesichtigung, die sich definitiv gelohnt hat, ging es noch ein Stück weiter hinauf.

Oben angekommen erwartete uns eine tolle Aussichtsplattform mit Blick über die Stadt – ein wirklich beeindruckendes Panorama über die Dächer Lissabons bis hin zum Castelo. Ein besonderes Highlight für Flugzeugbegeisterte: Je nach Windrichtung fliegen die landenden Maschinen genau über hier drüber.

Anschließend ging es ganz entspannt wieder bergab, mit der Standseilbahn. Die Standseilbahnen in Lissabon sind typisch, weil die Stadt auf vielen steilen Hügeln gebaut ist und sie seit dem 19. Jahrhundert als praktisches Verkehrsmittel dienen. Sie verbinden tiefere Viertel mit höher gelegenen Stadtteilen schnell und zuverlässig. Heute sind sie außerdem ein historisches Wahrzeichen der Stadt.

Nach der Fahrt mit der Standseilbahn ging es für uns hinunter ins Herz von Lissabon – zur Praça Dom Pedro IV, besser bekannt als Rossio. Schon beim Ankommen merkt man sofort: Hier schlägt das Leben der Stadt. Das charakteristische schwarz-weiße Wellenpflaster zieht sich über den gesamten Platz und verleiht ihm eine ganz besondere Atmosphäre. In der Mitte plätschern die beiden Brunnen, während rundherum Straßenkünstler, Cafés und das geschäftige Treiben für echtes Lissabon-Feeling sorgen. Direkt am Platz steht das eindrucksvolle Teatro Nacional D. Maria II mit seiner markanten Säulenfassade – ein architektonisches Highlight und gleichzeitig eines der wichtigsten Theater des Landes.

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem der berühmte Elevador de Santa Justa, ein, schwarzer Eisenaufzug mitten in der Altstadt. Er verbindet die Unterstadt mit dem höher gelegenen Chiado und bietet oben eine tolle Aussichtsplattform über Lissabon.

💡 Tipp: Statt lange anzustehen, kann man ganz einfach zu Fuß nach oben gehen. Über die umliegenden Straßen gelangt man in wenigen Minuten zur oberen Ebene und kann die Aussicht teilweise sogar kostenlos genießen

Leider hat bei uns die Zeit nicht mehr ganz gereicht, um selbst hinaufzugehen, wir haben den Aufzug nur noch aus der Ferne fotografiert, bevor es schließlich zurück zum Schiff ging.

Auf dem Rückweg zum Schiff war in der Ferne bereits wieder der bekannte Torbogen zu erkennen – Arco da Rua Augusta –, der den Abschluss unseres Aufenthalts in der Stadt markierte. Zurück an Bord wartete schon die nächste kleine Überraschung: eine liebevolle Osteraufmerksamkeit auf unserer Kabine.

Anschließend gingen wir an Deck und genossen den Sonnenuntergang. Vom Ocean Deck aus war bereits die Brücke gut zu erkennen, ein Anblick, der die Vorfreude auf die bevorstehende Ausfahrt am Abend noch einmal verstärkte.

Das Auslaufen verzögerte sich an diesem Abend immer wieder, und mit der Zeit machte unter den Gästen bereits ein kleiner Scherz die Runde. Immer wieder fiel der Name der AIDAnova – viele erinnerten sich an den Vorfall rund um den Jahreswechsel 2021/2022, als das Schiff aufgrund von Corona-Fällen seine Reise in Lissabon abbrechen musste und mehrere Tage im Hafen festlag. Ganz nach dem Motto: „Nicht, dass wir heute auch hier bleiben“, wurde darüber mit einem Augenzwinkern gesprochen.

So langsam wurde es dunkel, und gegen 22:30 Uhr hieß es dann schließlich doch noch: Leinen los. Nach der längeren Wartezeit kam endlich Bewegung ins Schiff. Kapitän Cofalka verabschiedete sich zu dieser späten Stunde standesgemäß mit drei lauten Typhontönen aus dem Hafen – sehr zur „Freude“ der Lissaboner, die das vermutlich nicht überhören konnten 😄. Langsam glitten wir durch den nächtlichen Tejo hinaus aus der Stadt. Die Lichter von Lissabon spiegelten sich im Wasser und sorgten für eine ganz besondere Stimmung an Bord. Und dann kam das Highlight: die Durchfahrt unter der Ponte 25 de Abril – oft auch als „kleine Schwester der Golden Gate Bridge“ bezeichnet. Im Dunkeln wirkte die rote Hängebrücke noch einmal besonders beeindruckend, als wir direkt unter ihr hindurchfuhren. Ein unvergesslicher Moment und der perfekte Abschluss für unseren Tag in Lissabon.

Tag 10 – Auf dem Weg nach Sevilla/Cádiz

Der vorletzte Seetag dieser Reise stand an – noch vier Häfen lagen vor uns, bevor es wieder Richtung Heimat ging. Ausgeschlafen wurden wir gegen 11 Uhr vom Kapitän geweckt, der eine besondere Durchsage machte: In den nächsten zwei Stunden sollte eine medizinische Notausschiffung per Helikopter stattfinden. Aus Sicherheitsgründen mussten daher alle Balkone geräumt und Teile der Außendecks gesperrt werden. Gleichzeitig änderten wir unseren Kurs, um die Übergabe optimal durchführen zu können. Ein nicht alltäglicher Moment, der zeigte, wie schnell und professionell an Bord gehandelt wird, wenn es darauf ankommt.

Auch das Wetter zeigte sich an diesem Tag eher von seiner grauen Seite – windig, bewölkt und nicht ganz das typische Postkartenbild. Umso mehr wurde der Beach Club zur perfekten Alternative zu den offenen Decks. Wir nutzten den Seetag für: eine Runde Minigolf, ein paar mal Rutschen, entspannen im Beach Club – und natürlich durften auch die Cocktails nicht fehlen. Die Bar-Teams verwöhnten uns wie gewohnt, sodass wir den Tag ganz entspannt genießen konnten. Ein gelungener Seetag, bevor die nächsten Abenteuer auf uns warteten.

Tag 11 – Sevilla/Cádiz

Am nächsten Morgen legten wir in Cádiz an und wurden direkt mit bestem Wetter empfangen, strahlender Sonnenschein. Nach dem Frühstück ging es für uns auch schon vom Schiff runter, denn wir hatten einen Ausflug nach Gibraltar gebucht. Vor uns lagen etwa 2,5 Stunden Busfahrt. Nach der Passkontrolle ging es für uns zu Fuß weiter – und dann kam dieser Moment, auf den ich mich insgeheim schon gefreut hatte. Wir überquerten tatsächlich die Start- und Landebahn des Gibraltar International Airport. Ein Ort, den ich bisher nur aus dem Flugsimulator kannte – und plötzlich liefen wir selbst darüber. Es fühlte sich fast ein bisschen surreal an, mitten auf einer echten Startbahn zu stehen.

Direkt vor uns ragte der imposante Felsen von Gibraltar in den Himmel. Dieser erste Blick war einfach beeindruckend und machte sofort klar, dass Gibraltar ein ganz besonderer Ort ist. Obwohl Gibraltar politisch zu Großbritannien gehört, fühlte es sich für mich vor Ort gar nicht so sehr danach an. Stattdessen erinnerte vieles weiterhin an Spanien – die Atmosphäre, das Licht, die Umgebung. Der „Länderwechsel“ war also eher auf dem Papier spürbar als im echten Gefühl.

Von dort aus ging es weiter in Richtung Stadt, vorbei an kleinen Straßen, Geschäften und Cafés. Alles wirkte entspannt und gleichzeitig lebendig. Immer wieder fiel der Blick zurück auf den Felsen, der uns den ganzen Tag über begleitete und einfach nicht weniger beeindruckend wurde.

Weiter ging es für uns mit dem Bus zum Europa Point, dem südlichsten Punkt von Gibraltar. Dort erwartete uns eine beeindruckende Kulisse mit dem markanten Leuchtturm direkt am Meer. Neben dem Leuchtturm fielen auch die große Moschee sowie eine alte Militärkanone sofort ins Auge, die an die militärische Vergangenheit des Ortes erinnert. Besonders faszinierend war jedoch der Blick aufs offene Meer – bei klarer Sicht kann man sogar die Küste von Afrika am Horizont erkennen.

Anschließend ging es für uns weiter hinauf auf den Felsen von Gibraltar zur beeindruckenden St. Michael’s Cave. Schon beim Betreten der Höhle eröffnete sich uns eine faszinierende Welt aus riesigen Tropfsteinen, die über tausende Jahre entstanden sind. Die Höhle ist bereits seit der Antike bekannt und rankt sich um verschiedene Legenden – unter anderem glaubte man früher, sie sei ein geheimer Zugang nach Afrika. Heute ist sie eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Gibraltars. Besonders beeindruckend war die große Hauptkammer, in der die Felsformationen durch farbenfrohe Lichtinstallationen eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. Teilweise fühlt man sich fast wie in einer unterirdischen Kathedrale.

Auch die berühmten Affen von Gibraltar begegneten uns hier oben – neugierig, frei herumlaufend und völlig entspannt im Umgang mit den vielen Besuchern. Sie sorgten immer wieder für kleine, lustige Momente und machten den Besuch noch einmal besonders. Gleichzeitig bot sich von hier oben eine wunderschöne Aussicht über Gibraltar, das Meer und die umliegende Küste – ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.

Anschließend ging es für uns hinunter zum Grand Casemates Square, wo wir noch etwa 30 Minuten Freizeit hatten. Den kleinen Aufenthalt nutzten wir für eine kurze Pause in der Sonne und eine Kleinigkeit zu essen, bevor es wieder zurückging. Der Platz gilt als einer der zentralen Treffpunkte in Gibraltar und war früher Teil der Stadtbefestigung. Heute ist er ein lebendiger Ort mit Restaurants und Cafés, an dem Einheimische und Besucher gleichermaßen zusammenkommen. Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Rückweg – dieses Mal durch den Felsen selbst. Der Tunnel, der direkt unter dem Felsen von Gibraltar hindurchführt, ist Teil eines weit verzweigten Tunnelsystems, das ursprünglich für militärische Zwecke angelegt wurde. Von dort aus ging es dann wieder mit dem Bus zurück nach Cádiz und schließlich zurück zum Schiff.

Zurück ging es durch eine überraschend grüne Hügellandschaft mit Blick auf das Meer – ein Anblick, den man so in Andalusien kaum erwarten würde. Vorbei an sanften Hügeln und dichter Vegetation fuhren wir schließlich wieder Richtung Cádiz, wo wir pünktlich zu „Alle Mann an Bord“ wieder am Schiff ankamen. Kurz darauf hieß es auch schon wieder „Sail Away“, weiter geht’s nach Malaga! Danke AIDA für diesen unvergesslichen und atemberaubenden Ausflug!

Tag 12 – Málaga

Am frühen Morgen legten wir in Málaga an. Bereits in der Nacht zuvor hatten wir die beeindruckende Straße von Gibraltar passiert – ein besonderer Moment, bei dem sich Europa und Afrika ganz nah gegenüberliegen. Nach dem Anlegen starteten wir auch schon zu unserem Ausflug, der uns hinauf zum Castillo de Gibralfaro führte. Die Festung wurde im 14. Jahrhundert unter muslimischer Herrschaft erbaut und diente vor allem zur Verteidigung der Stadt. Durch ihre erhöhte Lage war sie ein wichtiger strategischer Punkt und bot einen perfekten Überblick über die gesamte Umgebung.

Im Anschluss ging es für uns weiter zur Alcazaba, einer beeindruckenden Palast- und Festungsanlage aus der Zeit der Mauren. Sie wurde im 11. Jahrhundert erbaut und diente den muslimischen Herrschern als Residenz sowie zur Verteidigung der Stadt. Bei der Innen- und Außenbesichtigung konnten wir durch verschiedene Innenhöfe, Gänge und Anlagen schlendern und die besondere Architektur mit ihren Bögen und liebevollen Details bewundern. Vor allem die ruhigen Innenhöfe mit Pflanzen und kleinen Gärten vermittelten eine ganz besondere Atmosphäre und boten tolle Fotomotive – hier entstanden auch einige unserer schönsten Bilder des Tages.

Nach der Besichtigung der Alcazaba ging es für uns weiter zum Teatro Romano de Málaga, das sich direkt am Fuße der Festung befindet. Das antike Theater stammt aus der Römerzeit und ist über 2.000 Jahre alt. Die gut erhaltenen Steinränge geben einen beeindruckenden Einblick in die lange Geschichte der Stadt und zeigen, wie viele verschiedene Kulturen Málaga im Laufe der Zeit geprägt haben.

Von hier aus gingen wir zu Fuß weiter zur Kathedrale von Málaga. Die beeindruckende Kirche wurde im 16. Jahrhundert auf den Überresten einer ehemaligen Moschee erbaut und vereint verschiedene Baustile wie Renaissance und Barock. Auffällig ist vor allem, dass einer der beiden Türme nie fertiggestellt wurde – daher trägt sie auch den Spitznamen „La Manquita“ („die Einarmige“).

Bevor es zurück zum Schiff ging, führte uns ein letzter Fotostopp zur Plaza de la Merced, wo sich der beeindruckende Obelisco de Torrijos befindet. Das Denkmal erinnert an General Torrijos und seine Mitstreiter, die im 19. Jahrhundert für Freiheit und politische Veränderungen kämpften.

Tag 13 – Auf dem Weg nach Barcelona

Tja, so langsam näherte sich die Reise ihrem Ende – der letzte Seetag stand an, und damit auch das Kofferpacken, wofür wir den Tag unter anderem nutzten. Das Wetter spielte dabei zum Glück noch einmal perfekt mit, sodass wir die Außenpools sowie den Infinity-Pool am Heck ausgiebig genießen konnten. Am Abend erwartete uns ein wunderschöner Sonnenuntergang, der diesen entspannten Seetag perfekt abrundete. Anschließend ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im Mamma Mia Restaurant ausklingen.

Tag 14 – Barcelona

Unser Ausflug mit dem Katamaran entlang der Küste wurde aufgrund von starkem Wind leider kurzfristig storniert, sodass wir plötzlich ohne geplantes Programm da standen. Zwar kommt man mit dem Cruisebus problemlos in die Stadt, alternativ erreicht man auch in etwa 20 bis 30 Minuten zu Fuß die nächstgelegene Bushaltestelle. Dennoch entschieden wir uns aufgrund der kurzfristigen Änderung dazu, den Tag an Bord zu verbringen. Da wir bereits mehrere Male in Barcelona waren und die Stadt unter anderem schon ausführlich mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erkundet hatten – was ich übrigens nur wärmstens empfehlen kann – fiel uns diese Entscheidung auch nicht allzu schwer. Die Pools gehörten an diesem Tag ganz uns, und wir genossen die Ruhe sowie die Zeit auf dem Schiff in vollen Zügen.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen unter anderem:

  • die beeindruckende Sagrada Família

  • der farbenfrohe Park Güell

  • die berühmte Flaniermeile La Rambla
  • sowie die einzigartigen Bauwerke von Antoni Gaudí, wie die Casa Batlló

Tag 15 – Palma de Mallorca

Nach 14 Tagen auf der AIDAcosma hieß es nun langsam Abschied nehmen. Für den letzten Tag hatten wir den Ausflug „Palma kompakt“ mit Ende am Flughafen gebucht, der eine Stadtrundfahrt beinhaltete, bevor es weiter zum Flughafen ging. Leider zeigte sich Palma de Mallorca an diesem Tag von seiner äußerst regnerischen Seite, sodass wir euch keine wirklich hochwertigen Fotos liefern können (kein Ausstieg bei Sehenswürdigkeiten bei der Tour). Dennoch bekamen wir einen kleinen netten Eindruck der Stadt.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt die imposante Kathedrale La Seu, die direkt am Meer liegt und mit ihrer gotischen Architektur sowie den großen Rosettenfenstern beeindruckt. Gleich daneben befindet sich der Palau de l’Almudaina, ein ehemaliger maurischer Palast, der später zur königlichen Residenz umgebaut wurde. Auch die historische Altstadt mit ihren engen Gassen, kleinen Plätzen und traditionellen Gebäuden prägt das Stadtbild und lädt zum Erkunden ein.

Am Flughafen angekommen verbrachten wir die verbleibende Zeit entspannt in der Sala VIP Mediterraneo. Gegen 18 Uhr ging es schließlich mit dem Flieger zurück nach Wien. Eine wunderschöne Reise ging damit zu Ende – mit vielen unvergesslichen Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck.

Auf AIDAsehen!

Fazit

Schon etwas Besonderes war es, bei der Taufreise der AIDAcosma dabei zu sein und zu den ersten Gästen zu gehören, die das neue Schiff in vollen Zügen ausprobieren durften. Bezüglich der Taufe war ich allerdings etwas zwiegespalten. Natürlich war es ein einmaliges Erlebnis, dieses Event überhaupt miterleben zu können – gleichzeitig hatte ich mir das Geschehen vor Ort etwas anders vorgestellt.

Ein Großteil der Bereiche, insbesondere rund um das Ocean Deck, wo die eigentliche Taufzeremonie stattfand, war großräumig abgesperrt. Gerade dort, wo unter anderem die Ansprache der Taufpatin Kristina Vogel stattfand, war der Zugang stark eingeschränkt. Zwar wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass man die Taufe am besten über die AIDA-TV-Kanäle verfolgen könne, und die Live-Übertragung war auch wirklich sehr gut gemacht. So hatte man die Möglichkeit, das Event bequem von innen oder aus weniger überfüllten Bereichen zu verfolgen.

Trotzdem hatte ich persönlich das Gefühl, als Gast der Taufreise nicht vollständig in dieses besondere Ereignis integriert zu sein. Wenn man schon vor Ort ist, möchte man die Taufe natürlich auch direkt live erleben – und nicht hauptsächlich über Bildschirme. Natürlich ist es verständlich, dass nicht alle Gäste die Möglichkeit haben können, ganz vorne dabei zu sein. Dennoch wirkte es stellenweise so, als wäre ein großer Teil der besten Bereiche exklusiv reserviert gewesen, wodurch man sich eher als Zuschauer als als Teil des Events fühlte.

Trotz dieses kleinen Kritikpunkts bleibt die Reise insgesamt sehr positiv in Erinnerung. Die Route war für mich von der Abwechslung her genau richtig, und mein persönliches Highlight war ganz klar Gibraltar.

Auch das Schiff selbst konnte überzeugen: Besonders gut gefallen hat mir das Ocean Deck, das es in dieser Form auf keinem anderen AIDA-Schiff gibt und das dem Schiff einen ganz eigenen Charakter verleiht sowie das neue Restaurant an Bord das „Mamma Mia“.

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4 Kommentare

Gregor · 3. April 2026 um 0:44

Das sieht nach einer gelungenen Taufreise u. unvergesslichen Eindrücken aus! 🙂

    Florian · 6. April 2026 um 22:29

    Danke dir für deinen Kommentar! 😊
    Ja, leider hat es Gregor dieses Mal nicht mit auf die Reise geschafft – beim nächsten Mal ist er hoffentlich wieder dabei 😉

Hans G. Schütz · 3. April 2026 um 21:53

Oh ja, der Bericht macht Lust darauf, eine Taufreise auch einmal persönlich zu erleben!
Eure schönen Fotos geben einen super Eindruck über die Ausflüge und Eindrücke vor Ort.
Ich sage nicht AIDAsehen, sondern „ich wäre gern dabei gewesen“ … ;o)

    Florian · 6. April 2026 um 22:32

    Vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar! 😊
    Freut mich wirklich sehr, dass dir der Bericht und die Fotos gefallen haben – genau so soll es ja sein, dass man direkt Lust bekommt, selbst dabei zu sein.

    Und ja… „ich wäre gern dabei gewesen“ trifft es wohl perfekt 😉
    Gregor aus unserem Team leider auch!

    Warst du denn schon mal auf einer AIDA-Reise? Wenn nicht wird es höchste Zeit 😉!

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