Im April 2025 war es soweit ich unternahm zum ersten mal eine Transreise mit AIDAbella mit dabei auch Eva auf dieser Reise. Unsere erste AtlantikĂŒberquerung per Schiff. Ein einzigartiges Erlebnis.
đ§ Die geplante Route: Karibik trifft Europa
UrsprĂŒnglich war folgende Route geplant:
Martinique â Seetag â Curaçao (2 Tage) â Aruba â Seetag â La Romana â SamanĂĄ â Tortola â Antigua â 6 Seetage (AtlantikĂŒberquerung) â Gran Canaria â Lanzarote â 2 Seetage â Porto/LeixĂ”es â A Coruña â Seetag â Cherbourg â Seetag â Hamburg
Eine spannende Kombination aus Karibikfeeling, OzeanĂŒberquerung und europĂ€ischen FrĂŒhlingstagen.
đŹïž Wetterkapriolen & Ănderungen
Wie bei vielen Reisen im FrĂŒhjahr spielte das Wetter eine gewisse Rolle und so kam es zu einigen kurzfristigen Ănderungen. TatsĂ€chliche Route:
Martinique â Seetag â Curaçao (2 Tage) â 2 Seetage â La Romana â SamanĂĄ â Tortola â Antigua â 6 Seetage (AtlantikĂŒberquerung) â Gran Canaria â Lanzarote â 2 Seetage â Vigo â 2 Seetage â Cherbourg â Seetag â Hamburg

Nun fragt sich bestimmt der eine oder andere da gab es ja einige Anpassungen. Nun ja bei einer Kreuzfahrt im April muss man aber tatsĂ€chlich mit solchen Ănderungen rechnen. Leider mussten wir Aruba ausfallen lassen aufgrund zu starken Windes, welcher ein sicheres Anlegen unmöglich machte. Die HĂ€fen Porto/Leixoes und La Coruna mussten aufgrund eines aufziehenden Tiefdruckgebietes (starkes Unwetter, Sturm) dran glauben und so ĂŒberwetterten wir mit der AIDAbella 2 NĂ€chte in Vigo.
âïž Anreise mit Discover Airlines â Pflichtpaket statt IndividualitĂ€t
Die Reise begann mit einem AIDA-Charterflug mit Discover Airlines â dieses Mal war der Flug verpflichtend ĂŒber AIDA zu buchen, was fĂŒr mich eher ungewohnt war. Normalerweise bin ich ein Fan davon, FlĂŒge selbst zu organisieren, um flexibler zu sein und ggf. etwas zu sparen. Doch in diesem Fall lieĂ AIDA einem keine Wahl: Flug und Kreuzfahrt waren nur im Gesamtpaket buchbar.
Trotzdem: Der Flug verlief reibungslos, und der Preis war unterm Strich mehr als fair.
đ¶ Was hat der SpaĂ gekostet?
FĂŒr zwei Personen zahlten wir ca. 4.300âŻâŹ â inklusive Charterflug, Innenkabine, Vollpension, GetrĂ€nkepaket (All Inclusive) und Transfer zum Schiff.
Bei einer Reisedauer von 25 Tagen ergibt das:
- 2.150âŻâŹ pro Person
- 86âŻâŹ pro Person und Tag
đ FĂŒr diesen Preis bekommt man nicht nur Unterkunft, Verpflegung und GetrĂ€nke, sondern auch ein komfortables Schiff, ein abwechlungsreiches Entertainmentprogram (z.B. Shows & GastkĂŒnstler, Partys wie die Silent Party), eine interkontinentale Reise und viele verschiedene Reiseziele â ein Top-Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Bei Transreisen lohnt es sich oft eher kurzfristiger zu buchen oder auf bestimmte Aktionen zu warten wir hatten zum Beispiel auch nochmal 200⏠Bordguthaben on top.
Martinique – Anreise und Einschiffung
Nach der langen Anreise war es abends endlich soweit: âLeinen los!â – Auf ins neue Abenteuer. Voller Vorfreude legten wir ab und lieĂen den Hafen von Martinique hinter uns. Eigentlich schade, dass wir diesmal nichts mehr von der Insel sehen konnten â Martinique ist wirklich sehenswert. Ich war bereits 2020 hier und habe damals einige Highlights erkundet. Wer sich fĂŒr die Insel interessiert, findet in meinem frĂŒheren Beitrag RĂŒckblick Karibik & Mittelamerika viele EindrĂŒcke und Tipps.
Seetag – auf dem Weg nach Curacao
Am nĂ€chsten Morgen stand zunĂ€chst ein entspannter Seetag auf dem Programm. Wir haben entspannt, viel ausgeschlafen â fĂŒr neu angereiste GĂ€ste ist ein Seetag als erster Tag immer ideal, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen, langsam in den Urlaub zu starten und das Schiff in aller Ruhe zu erkunden. Das Wetter zeigte sich von seiner warmen Seite, nur ein leichter Wind sorgte fĂŒr eine angenehme Brise. Trotz des Windes konnten wir einen traumhaften Meerblick genieĂen: Weit und breit nur das endlose, offene Meer, nichts als Wasser so weit das Auge reicht. Da schmeckt der Mai Tai đč oder welcher Cocktail đž es bei euch auch sein darf gleich besser đ.

Wichtig wie immer in der Karibik: Genug Sonnencreme dabei haben und vor allem benutzen! Da spreche ich leider aus eigener, schmerzvoller Erfahrung, die karibische Sonne meint es oft ein bisschen zu gutđ. Mittags um 12:00 Uhr Ortszeit meldete sich der KapitĂ€n mit aktuellen Informationen zur Position und zum Wetter- und Streckenverlauf. Er kĂŒndigte an, dass der Wind wohl noch deutlich zunehmen werde und es noch unsicher sei, ob ein sicheres Anlegen morgen in Curaçao, unserem ersten Stopp auf der Reise, möglich sein werde. Er versprach, sich umgehend zu melden, sobald es Neuigkeiten gebe.
Curaçao
Am nĂ€chsten Tag erreichten wir Curaçao, und der Wind war beim Anlegen deutlich zu spĂŒren. Die Leinen wurden mithilfe von Luftdruckpistolen an Land geschossen, um gegen den krĂ€ftigen Wind anzukommen. Nichtsdestotrotz meisterte unser KapitĂ€n das Manöver souverĂ€n, sodass wir sicher festmachten und anschlieĂend Curaçao erkunden konnten.

Nach dem Anlegen kam noch der Hinweis, dass wir am nĂ€chsten Morgen den Liegeplatz wechseln mĂŒssen. Der neue Liegeplatz sei dann mitten in der Stadt, direkt an der wunderschönen Königin-Emma-BrĂŒcke. Ein Manöver, auf das ich mich besonders freute. Bereits 2022 war ich auf Curaçao (im Beitrag Karibische Inseln ab Dominikanische Republik 2022 nachzulesen) und fand es vor allem in der DĂ€mmerung beeindruckend, wenn die BrĂŒcke aufgeht. Abends ist diese bunt beleuchtet, und wenn sie sich dann noch bewegt, ist das einfach ein faszinierender Anblick.
Unsere LiegeplÀtze:
Tag 1: Cruise Pier Willemstad: Hier liegt man ĂŒblicherweise wenn man Curacao per Kreuzfahrtschiff anfĂ€hrt. Hier lagen wir auch 2022.
Tag 2: Mathey Wharf: Das ist offenbar der Ausweichplatz. Am 1. Tag lag ein Frachter hier. Am 2. Tag hatten wir dann die Ehre.

Noch ein Blick zurĂŒck auf unsere AIDAbella bevor wir uns ganz entspannt zu FuĂ auf den Weg in die Stadt machten. Auch von diesem Liegeplatz, der etwas auĂerhalb liegt, ist der Weg in die Stadt bequem zu FuĂ möglich, etwa 15 Minuten bis zur Königin-Emma-BrĂŒcke. Man lĂ€uft die ganze Zeit entlang der bunten GebĂ€ude und passiert dabei das Rif Fort.

Das Rif Fort wurde 1828 von den NiederlĂ€ndern erbaut, um den Hafen von Willemstad militĂ€risch zu sichern. Mit bis zu 1,5 Meter dicken Mauern aus Korallengestein bot es Platz fĂŒr Soldaten und Kanonen zum Schutz vor Piraten und Angreifern. Heutzutage ist das Fort liebevoll restauriert und Teil des modernen Renaissance Districts. In den alten GemĂ€uern findest du Restaurants, Bars, kleine Shops und tolle Aussichten auf das Meer und die berĂŒhmte Königin-Emma-BrĂŒcke. Das Rif Fort liegt direkt am Hafen, ist frei zugĂ€nglich und ein perfekter Ort fĂŒr einen kurzen Spaziergang zwischen Geschichte und karibischem Flair.

SchlieĂlich erreicht man die bereits erwĂ€hnte BrĂŒcke. Es lohnt sich auch, im Stadtteil Otrobanda noch ein wenig durch die charmanten StraĂen zu schlendern, bevor man ĂŒber die BrĂŒcke in den Stadtteil Punda geht. Sollte die BrĂŒcke gerade geöffnet sein, kann man kostenlos die FĂ€hre nutzen, die nur etwa 100 Meter dahinter verkehrt.
FĂŒr alle, die zum ersten Mal auf Curaçao sind, kann ich einen Besuch im Landhuis Chobolobo nur wĂ€rmstens empfehlen. Denn genau dort wird das originale Curaçao Likör hergestellt und jetzt kommt der Clou: Curaçao exportiert seinen echten Likör nicht. Das heiĂt, alles, was ihr als Blue Curaçao zu Hause, im Hotel oder auf dem Schiff trinkt, ist im Grunde eine Nachahmung.
Wer also den authentischen Geschmack erleben möchte, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Ich habe das 2022 bereits erledigt. Derartige AusflĂŒge bietet AIDA an. 2022 durfte ich vier verschiedene Sorten probieren, zur Auswahl stand Blue Curaçao, Orange Curaçao, Red Curaçao, Green Curaçao, Clear Curaçao, Coffee Liqueur, Rum Raisin, Chocolate Liqueur, Tamarind und Mango. Jede Sorte hat ihren eigenen, einzigartigen Geschmack â es lohnt sich, alle mal zu probieren!
Wir entschieden uns dieses Mal aber einfach dazu, durch die Stadt zu schlendern und an den Stadtstrand zu gehen. Zwar ist das kein Traumstrand und momentan wegen einer Baustelle recht dreckig und nicht sonderlich authentisch, dafĂŒr aber offenbar ein Geheimtipp. Denn auĂer uns waren genau vier weitere Personen am Punda Beach. Er ist etwas versteckt, aber zu FuĂ sehr gut erreichbar. Der Strand ist kostenlos. Wer auf seiner nĂ€chsten Reise auch an den Strand möchte, der findet ihn hier:

Wie man sieht ist sogar die AIDAbella hier in Sichtweiteđ€Ł. Eine nette AbkĂŒhlung bevor es weiter durch die Stadt ging.

Der Blick auf die andere Seite, wĂ€hrend man die BrĂŒcke ĂŒberquert, ist ein schöner Anblick â besonders am Abend, wenn alles im warmen Licht leuchtet. Doch dazu spĂ€ter mehr.
Nun hat man die Wahl: Schaut man sich das Fort Amsterdam auf der rechten Seite an, oder schlendert man durch den lebhaften Stadtteil Punda, wo sich auch das berĂŒhmte Curaçao-Schild befindet?

Entscheidet man sich fĂŒr die rechte Seite, gelangt man zum Fort Amsterdam, einem der bedeutendsten historischen Bauwerke der Insel. Das Fort Amsterdam wurde bereits 1635 von der niederlĂ€ndischen Westindien-Kompanie erbaut, um den natĂŒrlichen Hafen vor Angriffen zu schĂŒtzen. Heute ist es nicht nur Sitz der Regierung von Curaçao, sondern auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Besonders spannend: Innerhalb des Forts befindet sich eine kleine Kirche und einige alte Kanonen erinnern noch heute an seine militĂ€rische Vergangenheit.


Wer noch etwas mehr entdecken möchte, kann den Weg in Richtung Pietermaai fortsetzen. Dieser Stadtteil liegt nur wenige Minuten von Punda entfernt und gilt als einer der charmantesten Teile Willemstads. Einst verfallen, heute liebevoll restauriert, ĂŒberrascht Pietermaai mit einer Mischung aus kolonialer Architektur, hippen CafĂ©s, kleinen Boutique-Hotels und farbenfrohen HĂ€userzeilen.

Hier geht es etwas ruhiger zu, doch gerade das macht den besonderen Reiz aus. Viele GebĂ€ude sind kunstvoll bemalt, in den Innenhöfen verstecken sich gemĂŒtliche Bars oder ruhige PlĂ€tze zum Verweilen. Wer mag, setzt sich in eine Strandbar mit Blick aufs Meer â besonders zum Sonnenuntergang ist die AtmosphĂ€re hier fast magisch.

Danach lĂ€sst sich die Runde entspannt fortsetzen, je nachdem, wie viel Zeit und Lust noch bleibt â entweder zurĂŒck durch die Gassen oder entlang der KĂŒste zur Königin-Emma-BrĂŒcke, wo die Stadt bei DĂ€mmerung in goldenem Licht leuchtet.
Nun kommen wir zu meinem persönlichen Highlight: dem RĂŒckweg am Abend, wenn die Dunkelheit die Welt in ein geheimnisvolles Licht taucht. Die StraĂen leuchten nur noch durch die sanften Laternen, und die AtmosphĂ€re ist ruhig und magisch. Ich lasse die EindrĂŒcke noch einmal auf mich wirken, bevor ich euch die Fotos zeige, die diesen besonderen Moment eingefangen haben.


FrĂŒh morgens, etwa gegen 6 Uhr, wurden wir durch das Ablegemanöver geweckt, durch die Seitenstrahler zwar etwas mĂŒhsam, doch entging uns dafĂŒr das spannende Manöver nicht. Wir konnten beobachten, wie die BrĂŒcke fĂŒr uns geöffnet wurde.

Ein schöner Start in dem Tag. AnschlieĂend nutzten wir endlich die Gelegenheit, mal einen Tisch drauĂen zum FrĂŒhstĂŒck zu ergattern. Wir genieĂten den Ausblick beim FrĂŒhstĂŒck wĂ€hrend sich die Sonne durch die Wolken kĂ€mpfte.

Bisher hatten wir wegen unserer LangschlĂ€fer-Gene oft das Nachsehen â umso schöner war es, dieses Mal das FrĂŒhstĂŒck an der frischen Luft in Ruhe zu genieĂenđ. Auch heute wollten wir nochmal in die Stadt und die noch unbekannten Ecken erkunden. Das GlĂŒck war gleich doppelt auf unserer Seite:
Die BrĂŒcke wurde mehrfach geöffnet, sodass wir mit der FĂ€hre auf die andere Seite fahren konnten. Ich finde sowas immer besonders schön, StĂ€dte vom Wasser aus zu entdecken hat einen ganz eigenen Charme. In der Stadt gibt es auch ein traditionelles Museum sowie ein Maritimes Museum, beide kann man ganz bequem zu FuĂ erreichen.
Das Kurå Hulanda Museum (Nationalmuseum) und liegt nur ein paar Schritte vom Matthey Warf Liegeplatz entfernt. Das Museum veranschaulicht eindrucksvoll die Geschichte des Sklavenhandels und Curaçaos Rolle darin, verteilt auf restaurierte KolonialgebÀude wie ein kleines historisches Dorf, mit Highlights wie dem Nachbau eines Sklavenschiffs und einer Sammlung afrikanischer Kunst und AlltagsgegenstÀnde.
Das Maritime Museum habe ich bereits 2022 besucht. Das Curaçao Maritime History Museum in Willemstad entfĂŒhrt seine Besucher auf eine spannende Reise durch 500 Jahre Seefahrtsgeschichte. Mit detailreichen Karten, historischen Schiffsmodellen und multimedialen Ausstellungen zeigt das Museum, wie eng die Geschichte der Insel mit der Seefahrt und dem Handel verbunden ist. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Entwicklung von Willemstad als bedeutendem Handels- und Hafenstandort in der Karibik.

Wer mag, kann nach dem Museumsbesuch einfach wieder zurĂŒck ĂŒber die BrĂŒcke schlendern, der schwimmende Markt liegt gleich gegenĂŒber und versprĂŒht mit seinem bunten Treiben einen ganz anderen Charme. Der bekannte schwimmende Markt ist ein echtes StĂŒck Stadtgeschichte. HĂ€ndler aus Venezuela legen hier seit Jahrzehnten mit ihren Booten an und verkaufen frisches Obst, GemĂŒse und Fisch direkt von Bord. Auch wenn der Markt heute etwas kleiner ist als frĂŒher, hat er nichts von seinem besonderen Flair verloren: Die bunten Boote, die lebhaften Rufe der VerkĂ€ufer und der Duft nach reifen Mangos und frisch gefangenem Fisch machen den Besuch zu einem kleinen Erlebnis fĂŒr alle Sinne.
Den Rest des Tages verbrachten wir entspannt an Bord â am Pool und an der Bar â bevor es abends dann wieder mit dem spektakulĂ€ren Sail Away weiterging und sich die Königin-Emma-BrĂŒcke erneut fĂŒr uns öffnete.
Ein Highlight des 2. und letzten Abends in Curaçao war das White Dinner auf dem Pooldeck, gefolgt von der anschlieĂenden Poolparty âWhite Nightâ. Diese Motto-Party ist typisch fĂŒr AIDA. Die GĂ€ste sollen idealerweise komplett weiĂ gekleidet erscheinen â dabei wird aber niemand ausgeschlossen, wenn es nicht ganz perfekt ist. Viele kommen auch nur teilweise in WeiĂ oder auch zur GĂ€nze ohne weiĂ. Beim Dinner selbst habe ich mich aber fast wie in einem Meer aus WeiĂ gefĂŒhlt, um mich herum sah man kaum eine andere Farbe. Ein tolles gemeinschaftliches Erlebnis!

So ein White Dinner habe ich tatsĂ€chlich zum ersten mal auf AIDA erlebt, dĂŒrfte aber wie sich rumspricht bei Transreisen normal sein. Danach hieĂ es Leinen Los!
Wir wurden von den Bars im Hafen lautstark verabschiedet, hunderte Menschen winkten uns zum Abschied, und aus dem Lautsprecher einer Bar klang es: âEveryone say bye bye AIDA, say bye bye AIDA!â
Unser KapitĂ€n verabschiedete sich standesgemÀà mit mehreren Typhon-GrĂŒĂen â ein wirklich emotionaler Moment. So schön und stimmungsvoll erlebt man ein Auslaufen wirklich nicht alle Tage â und definitiv nicht in jedem Hafen.
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Und so gingen die zwei wunderschönen Tage auf Curaçao zu Ende, und wir machten uns auf den Weg nach Aruba. Beim Auslaufen meldete sich unser KapitÀn und teilte uns bereits mit, dass das Anlegen dort am nÀchsten Morgen aufgrund starker Winde möglicherweise nicht möglich sei. Man wolle aber erstmal Kurs auf Aruba nehmen und dann vor Ort entscheiden.
Wie ihr der Einleitung vermutlich schon entnehmen konntet: Leider war das Anlegen tatsĂ€chlich nicht möglich. Stattdessen ging es weiter ĂŒber zwei Seetage zum nĂ€chsten Hafen La Romana in der Dominikanischen Republik.
Seetage – auf dem Weg nach La Romana
Nun fragt sich bestimmt der eine oder andere, wie doof zwei Seetage nach La Romana sein können. Ja, dem muss ich leider ein StĂŒck weit zustimmen. Statt der schönen Insel Aruba tuckerten wir mit nur 4 bis 5 Knoten (ca. 8-9 km/h) langsam ĂŒber das Meer in Richtung La Romana. FĂŒr die Strecke wĂŒrde normalerweise ein Seetag völlig ausreichen. Ein schlechter und enttĂ€uschender Tausch, jedoch Sicherheit geht natĂŒrlich vor und so muss man derartige Anpassungen in Kauf nehmen.
Der KapitĂ€n meldete sich mehrmals und erklĂ€rte, dass man versuche, alternative PlĂ€ne mit einem Ersatzhafen umzusetzen â ohne weitere Details bekanntzugeben. Am spĂ€ten Vormittag kam dann allerdings die ernĂŒchternde Nachricht, dass sich die Möglichkeiten leider zerschlagen hĂ€tten und wir jetzt tatsĂ€chlich zwei Seetage nach La Romana durchfahren wĂŒrden â ohne weiteren Aufenthalt. In solchen FĂ€llen wird die Crew in der Regel bewusst extra frĂŒher ârausgeklingeltâ, um auch kurzfristig Ersatzprogramme an Bord anbieten zu können.
WĂ€hrend dieser Ăberfahrt hatten wir WindstĂ€rke 10, was den mĂ€Ăigen Seegang in Kombination mit der extrem niedrigen Geschwindigkeit nicht gerade angenehmer machte. Durch den starken Wind waren leider auch AktivitĂ€ten wie Volleyball, Basketball oder Ăhnliches nicht möglich, da das Sportdeck sowie Teile des Sonnendecks gesperrt wurden.
Die Sonne schien dennoch, sodass ein Aufenthalt im Pool noch immer schön war und ein wenig Sonnenbaden ebenfalls möglich blieb. Ich persönlich halte mich an Seetagen auch besonders gerne in der AIDA Lounge auf und spiele dort etwas mit meinen Mitreisenden oder neuen Bekanntschaften. Dort gibt es immer eine Auswahl an Spielen, sodass einer lustigen BeschÀftigung nichts im Weg steht.
NatĂŒrlich das Wichtigste nicht zu vergessen: Direkt nebenan ist die AIDA Bar, so ist die Versorgung mit GetrĂ€nken, und falls es bei einem Spiel mal nicht so gut lĂ€uft â auch mit hochprozentigen Drinks, garantiertđ. Ansonsten genieĂt man wohl an Seetagen, das gute Essen oder einfach den Blick auf das unendliche Meer. FĂŒr die Motivierten unter euch hat das Body & Soul Sport, also das hauseigene Fitnesscenter, rund um die Uhr geöffnet. So sind Seetage auch eine gute Möglichkeit, aktiv zu bleiben, etwas fĂŒr die eigene Fitness zu tun und das viele Essen und eventuell die vielen Cocktails etwas zu kompensieren đ đȘ. Man kann es ja zumindest versuchen đ.
Des Weiteren werden verschiedene Programme angeboten: Spieletreffs, Bingo, Quizrunden teils auch am Pooldeck, diverse Workshops (teilweise kostenpflichtig, zum Beispiel Sushi-Workshop) sowie Aktionen wie FrĂŒhschoppen und KĂŒchenaktionen auf dem Pooldeck, wie z.b. Pasta-Variationen, Hot Dogs oder Banana Joe (Banane, Vanilleeis, SchokosoĂe & Sahne).
AbschlieĂend zu den Seetagen: Ich will es nicht schlechtreden â ansich genieĂe ich Seetage sehr. Man darf ganz entspannt spĂ€t zum FrĂŒhstĂŒck gehen, danach gibt es die ersten Erfrischungen an der Bar, und je nachdem, wie einem gerade ist, kann man den Tag ganz entspannt angehen. Allerdings hatten wir auf unserer Reise ja schon einige geplante Seetage, da ist es natĂŒrlich nicht so schön, wenn noch ein weiterer dazukommt. Vor allem, nachdem ich weiĂ, wie schön Aruba ist, denn ich war bereits 2022 dort. Schade, dass das diesmal ins Wasser gefallen ist. Nichtsdestotrotz haben wir das Beste daraus gemacht und schöne Tage an Bord verbracht. FĂŒr die GĂ€ste, die uns in La Romana verlassen haben, war es immerhin ein sehr entspanntes Kofferpacken und eine ruhige Abreise.
La Romana
In La Romana haben wir uns mit einem anderen PÀrchen von Bord zusammengeschlossen, um gemeinsam mit dem Taxi zum Bayahibe Beach zu fahren und so die Kosten möglichst gering zu halten. La Romana selbst hat als Stadt leider nicht viel zu bieten, also wurde es ein entspannter Strandtag. Der Strand ist etwa 20 Minuten mit dem Taxi entfernt und die Fahrt kostete uns 9 USD pro Person sowie Richtung.

AnschlieĂend lieĂen wir den Tag noch an der Poolanlage im Hafen ausklingen. Diese gibt es noch nicht allzu lange â sie ist kostenlos fĂŒr alle KreuzfahrtgĂ€ste, egal ob man gerade ankommt, abreist oder einfach einen Tag Aufenthalt in La Romana hat. Die Poollandschaft ist wirklich gelungen und bietet eine schöne Möglichkeit, die Zeit an Land entspannt zu nutzen â sei es zum Sonnenbaden, AbkĂŒhlen oder einfach zum Relaxen in netter AtmosphĂ€re.

In La Romana gab es einen groĂen GĂ€stewechsel: Die Passagiere, die bereits vor uns an Bord waren, verlieĂen das Schiff, wĂ€hrend neue GĂ€ste fĂŒr die Transreise zugestiegen sind. Das merkte man teilweise auch am Pool, wo zeitweise deutlich weniger Menschen an Bord waren. Am Abend fand die BegrĂŒĂung der neuen GĂ€ste statt, gefolgt von der obligatorischen SeenotrettungsĂŒbung. Danach hieĂ es âLeinen losâ in Richtung SamanĂĄ.

Die Poolanlage im abendlichen Flair mit dem Leuchtturm bot beim Auslaufen einen letzten schönen Blick. Abgesehen davon gab es beim Auslaufen nicht allzu viel zu sehen.
SamanĂĄ

Morgens erreichten wir SamanĂĄ. Ein nettes Highlight an diesem Hafen ist, dass es keine klassische Pier gibt, sondern man auf Reede liegt und mit Rettungsbooten getendert â also an Land gebracht wird. FĂŒr Kreuzfahrt-Fans ist das immer eine besondere Erfahrung.
Der Nachteil dabei ist, dass das von Bord gehen und an Bord gehen sich verzögert und es zu lĂ€ngeren Wartezeiten kommen kann. Besonders bei Hitze ist das mĂŒhsam, da es in den Rettungsbooten schnell stickig werden kann. An anderen Destinationen werden oft lokale Tenderboote eingesetzt, die mehr Frischluft bieten und den Komfort erhöhen.
Empfehlenswert ist hier ein ĂŒber AIDA gebuchter Ausflug, da man in der Regel garantierte Tenderzeiten erhĂ€lt und die gesamte Gruppe gleichzeitig getendert wird â ohne zusĂ€tzliche Verzögerungen. Beim ZurĂŒckkommen an Bord muss man sich jedoch wie gewohnt in die Warteschlange einreihen.
Wir hatten uns fĂŒr einen Halbtagsausflug nach SĂĄnchez entschieden, der einige schöne Stopps bereithielt. Zuerst ging es nach SamanĂĄ zur evangelisch-protestantischen Kirche âLa Churchaâ, wo wir einen Fotostopp einlegten. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert von afroamerikanischen Auswanderern errichtet, die nach der Abschaffung der Sklaverei aus den USA nach SamanĂĄ kamen. Die Kirche wurde im Holzstil amerikanischer Kolonialarchitektur gebaut, ihre Bauteile kamen per Schiff aus den Vereinigten Staaten.
âLa Churchaâ ist mehr als nur ein Gotteshaus. Sie ist ein Symbol fĂŒr die Geschichte und IdentitĂ€t der sogenannten SamanĂĄ-Amerikaner, deren Einfluss bis heute in Sprache, Musik und Kultur spĂŒrbar ist. Noch heute finden hier Gottesdienste statt â oft auf Englisch â und sie dient als Treffpunkt fĂŒr die Gemeinschaft.


Ein Extrastopp direkt nebenan an der katholischen Kirche stand als nĂ€chstes auf dem Plan. Die Catedral Santa BĂĄrbara ist die Hauptkirche der römisch-katholischen Diözese in SamanĂĄ. Ihr Erscheinungsbild ist geprĂ€gt von neugotischer Architektur, mit zwei TĂŒrmen, Spitzbogenfenstern und kunstvollen Buntglasbildern. Sie wurde im 20. Jahrhundert errichtet und ist der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Seefahrer, gewidmet.
Diese Kathedrale spielt eine zentrale Rolle im religiösen Leben der Region. Hier finden Messen, Prozessionen und besondere Feiern wie das Heilige Jahr (Año Jubilar) statt. Die Kirche ist nicht nur Ort des Gebets, sondern auch ein architektonisches Highlight der Stadt.

AnschlieĂend folgte eine etwa 45-minĂŒtige Busfahrt in den Osten der Halbinsel nach Las Garitas. Vorort gab es eine Demonstration, wie eine Kokosnuss geöffnet wird, mit anschlieĂender Verkostung vom frischen Kokosnusswasser sowie der Frucht. Danach unternahmen wir einen Spaziergang entlang der Mangroven. Es waren allerdings leider kaum noch welche zu sehen lt. unserem Guide hat man zum Jahresanfang bessere Chancen. Im Vergleich dazu war mein Besuch im Nationalpark Los Haitises 2020 ein ganz anderes Erlebnis. Dort konnten wir die Mangroven viel intensiver erleben. Wer mehr darĂŒber erfahren möchte, kann gerne in meinem Beitrag RĂŒckblick 2020 Karibik & Mittelamerika nachlesen.

Weiter ging die Fahrt nach SĂĄnchez, wo wir erneut einen Fotostopp einlegten und eine Panoramafahrt durch die Stadt genossen. SĂĄnchez liegt am sĂŒdlichen Ende der Bucht von SamanĂĄ und war einst ein wichtiger Hafenort. Heute wirkt der Ort eher verschlafen. Der kleine Hafen hat zwar einen gewissen Charme und auch der âSĂĄnchezâ-Schriftzug bietet ein nettes Fotomotiv â insgesamt konnte mich der Ort aber nicht wirklich ĂŒberzeugen. Viel los ist hier nicht, und wer einmal dort war, hat im Grunde alles gesehen. FĂŒr einen kurzen Fotostopp okay, aber extra wĂŒrde ich nicht mehr nach SĂĄnchez fahren.

Zum Abschluss der Tour machten wir noch einen kurzen Fotostopp in Santa BĂĄrbara de SamanĂĄ. Auf der einen StraĂenseite reihen sich kleine bunte HĂ€user mit Souvenirshops und GetrĂ€nkestĂ€nden aneinander. Dieser Ort ist Ausgangspunkt fĂŒr viele AusflĂŒge, etwa zur Bacardi-Insel (Cayo Levantado) oder zum Wasserfall El LimĂłn. Trotz des Tourismus hat sich SamanĂĄ eine entspannte AtmosphĂ€re bewahrt.



Direkt gegenĂŒber, nur durch die StraĂe getrennt, steht der groĂe, leicht geneigte âSamanĂĄâ-Schriftzug mit Blick aufs Meer und die Bucht im Hintergrund. Ein schöner Ort fĂŒr ein letztes Erinnerungsfoto, bevor es zurĂŒck zum Schiff ging.

Bereits am Nachmittag hieĂ es wieder Leinen los, es ging weiter auf die Insel Tortola (Road Town). Und der Tag endete mit einem Heckwellen-Sonnenuntergang. So ein Foto muss bei mir einfach auf jeder Kreuzfahrt sein.

Tortola
Tortola ist die gröĂte Insel der British Virgin Islands (BVI) und das wirtschaftliche sowie administrative Zentrum des Archipels. Mit der Hauptstadt Road Town ist sie der wichtigste Anlaufpunkt fĂŒr Besucher und Kreuzfahrtschiffe. Die British Virgin Islands bestehen aus rund 60 Inseln, die fĂŒr ihre traumhaften StrĂ€nde, klares Wasser und hervorragende Segelmöglichkeiten bekannt sind.

Ich durfte Tortola bereits zweimal besuchen, und fĂŒr mich gehört diese Insel zu den absoluten Highlights jeder Karibikreise. Was Tortola so besonders macht, ist die atemberaubende Landschaft: Eine Mischung aus sanften HĂŒgeln, imposanten Bergen, versteckten Buchten und traumhaften StrĂ€nden, die zum Entspannen und Erkunden einladen. Meine klare Empfehlung ist eine Tour mit dem offenen Safaribus durch die Berge von Tortola, gefolgt von einem entspannten Strandstopp. Es gibt verschiedene Anbieter fĂŒr solche AusflĂŒge, darunter auch AIDA, die diese Touren oft im Programm haben. Die Preise können dabei je nach Anbieter und Umfang variieren.

Die grĂŒnen HĂŒgel und Berge bilden einen traumhaften Kontrast zum tĂŒrkisblauen Meer und den weiĂen SandstrĂ€nden. Ich konnte mich an diesem Anblick kaum sattsehen. Danach im glasklaren Wasser zu schwimmen, war einfach perfekt. Kurz gesagt: Tortola war fĂŒr mich einer der schönsten Stopps dieser Reise.
Ein letztes Mal KaribikgefĂŒhl â fast zumindest. Am Abend hieĂ es zum vorletzten Mal âLeinen losâ, bevor wir mit Antigua unseren letzten Karibikstopp erreichten. Danach: Kurs Atlantik.
Antigua
Da ich Antigua bereits von frĂŒheren Reisen aus den Jahren 2020 und 2022 kannte, entschieden wir uns diesmal fĂŒr einen entspannten Strandtag. Viel Zeit blieb ohnehin nicht, denn das Ablegen war bereits fĂŒr 16 Uhr angesetzt â der Atlantik rief. Wir nahmen ein Taxi direkt vom Hafen, wo die offizielle Taxi-Organisation der Insel gut sichtbar auf die GĂ€ste wartete. FĂŒr 5 US-Dollar pro Person & Strecke ging es fĂŒr uns Richtung Valleys Church Beach, eine Fahrt von etwa 20 Minuten.
Der Strand: nicht allzu groĂ, angenehm ruhig und nicht ĂŒberlaufen. Das Wasser war zwar nicht ganz so klar und leuchtend wie am Vortag in Tortola, aber trotzdem ideal fĂŒr ein paar entspannte Stunden. Im Vergleich zu unserer Taxifahrt in La Romana war das Taxi hier wirklich gĂŒnstig und unkompliziert. Genau das Richtige fĂŒr einen kurzen, stressfreien Strandbesuch vor der groĂen AtlantikĂŒberquerung.

Sightseeing-Tipp:
Wer Antigua noch nicht kennt, dem kann ich SehenswĂŒrdigkeiten wie Nelsonâs Dockyard, Shirley Heights oder die Hauptstadt St. Johnâs empfehlen. Dort erwarten euch bunte KolonialgebĂ€ude, eine lebhafte EinkaufsstraĂe mit lokalen MĂ€rkten und die markante St. Johnâs Cathedral, die man schon beim Einlaufen in den Hafen gut vom Schiff aus sehen kann â sie thront imposant ĂŒber der Stadt. (BeitrĂ€ge hierĂŒber aus 2022 & 2023 folgen noch auf diesen Blog und werden verlinkt sobald diese verfĂŒgbar sind)
Um 16 Uhr war es nun soweit die groĂe Fahrt begann. Vor uns lagen 2.719 Seemeilen. TschĂŒss Antigua, tschĂŒss Karibik â auf in Richtung Gran Canaria! Die nĂ€chsten sechs Tage wĂŒrden wir nun auf hoher See verbringen, wĂ€hrend wir den Atlantik ĂŒberquerten.
Seetage ĂŒber den Atlantik – auf dem Weg nach Gran Canaria
Wie bereits erwĂ€hnt, lagen nun sechs Seetage vor uns, voller Entspannung, Meerblick und reichlich Gelegenheiten, die Annehmlichkeiten an Bord zu genieĂen.
Der KapitĂ€n meldete sich wie gewohnt tĂ€glich um 12âŻUhr mit aktuellen Infos: Position, bereits geschaffte Strecke, Geschwindigkeit und der noch verbleibende Weg bis Gran Canaria.
Jeden Tag wurde es nun spĂŒrbar ein kleines StĂŒck kĂŒhler, ziemlich genau zwei Grad weniger pro Tag. WĂ€hrend man sich an den ersten beiden Seetagen noch entspannt in den Pool legen konnte, wurde es danach merklich frischer. Zum GlĂŒck hatte AIDA vorgesorgt: Auf den AuĂendecks lagen flauschige Decken bereit, mit denen man es sich trotzdem in der Sonne gemĂŒtlich machen konnte, eingekuschelt, mit Blick auf den Atlantik.
Auf dem Sportdeck hinten war es allerdings oft zu windig. Volleyball und Basketball wurden fĂŒr die gesamte Ăberfahrt abgesagt, weil der Wind es schlicht unmöglich machte. DafĂŒr gabâs Alternativen: Tischtennis in windgeschĂŒtzten Ecken des Schiffs, gemĂŒtliche Kinonachmittage im Theatrium oder kulinarische Highlights wie der beliebte Pool-Brunch mit Currywurst, Suppen und anderen Leckereien.
Und obwohl wir sechs Tage lang ohne Land in Sicht unterwegs waren, verging die Zeit schneller, als man glauben wĂŒrde. Besonders das Zeitumstellungssystem war clever gelöst: Statt nachts wurde jeden Nachmittag um 14 Uhr die Uhr um eine Stunde auf 15 Uhr vorgestellt. Eine super Idee meiner Meinung nach, so verlor man keinen Schlaf, und auch der Crew fehlte der Schlaf nicht tĂ€glich.
Unser Tagesablauf pendelte sich bald ein: Gegen Mittag aufstehen und ab zum Brunch auf dem Pooldeck, danach ein paar Spiele mit anderen GĂ€sten in der AIDA Lounge. Dann war es auch schon wieder soweit. Zeitumstellung! â schwupps war es 15 Uhr, also Zeit fĂŒr Kuchen. (Kuchen gibt es immer von 15 bis 17 Uhr)
Abends wurde es nie langweilig. Die Partys an Bord waren abwechslungsreich und richtig stimmungsvoll. Bei der Mallorca-Party in der AlmhĂŒtte bebte der Boden â man hatte fast das GefĂŒhl, man wĂŒrde gleich ein Deck tiefer landen. Im wahrsten Sinne des Wortes, wie Mickie Krause singt: âđ¶ReiĂ die HĂŒtte ab!â Auch die Silent Party war ein echtes Highlight, bei der jeder mit Kopfhörern und mehreren MusikkanĂ€len genau das hören konnte, was ihm am besten gefiel. Und dann gab es noch die Black & White Party â alle in Schwarz und WeiĂ gekleidet, und das Pooldeck verwandelte sich in eine stilvolle Open-Air-Location.
WĂ€hrend wir all das genossen, machte das Schiff ordentlich Strecke: Meistens fuhren wir mit nahezu voller Kraft, je nach WindverhĂ€ltnissen zwischen 19 und 21 Knoten (35-39 km/h). Man spĂŒrte richtig, dass wir vorankommen mussten â immerhin lagen ĂŒber 2.700 Seemeilen zwischen Antigua und Gran Canaria.
Gran Canaria
Nach 6 Tagen volle Kraft voraus…. Ahoi Gran Canaria. FĂŒr uns ging es heute in den SĂŒden der Insel ein Bereich der Insel den ich auf bisherigen Reisen noch nicht erkundet hatte. Genauer gesagt besuchten wir die Dunas de Maspalomas.
WĂ€hrend der Hafen noch eher grau und frisch war, empfing uns Maspalomas mit strahlend blauem Himmel und angenehmen 25 Grad. Bevor es die wohlverdiente Belohnung im Wasser gab, mussten wir erst noch ein bisschen durch die DĂŒnen spazieren und die beeindruckende Landschaft genieĂen. Das Meer war zwar recht kĂŒhl, aber wir konnten nicht widerstehen und mussten rein.

Eva wagte einen Sprung von einer DĂŒne, und nach ein paar Versuchen hatten wir endlich das perfekte Urlaubsfoto fĂŒr diesen Ausflug. AuĂerdem nutzten wir den Strandbesuch, um kurz mit unseren Familien zu telefonieren, ihnen den Meerblick zu zeigen und ein bisschen Neid zu wecken.

Gran Canaria fĂŒhlt sich wie zwei Inseln in einer an: Im Norden ist das Klima oft kĂŒhler und feuchter, fast wie ein anderer Kontinent, wĂ€hrend im SĂŒden trockenes, warmes Wetter dominiert. Dieses PhĂ€nomen entsteht durch die Calima â heiĂe, sandige Winde aus der Sahara, die vor allem im Sommer fĂŒr hohe Temperaturen sorgen. FĂŒr individuelle Erkundungen der Stadt Las Palmas bietet sich der öffentliche Bus an â eine gĂŒnstige und praktische Möglichkeit. NĂ€heres dazu findest du in meinem Beitrag RĂŒckblick Kanaren & Madeira 2019.
Lanzarote

Die Stadt Arrecife ist vom Hafen aus in ca. 15 – 20 Minuten gut zu FuĂ erreichbar. Alternativ kann man vorort auch ein Fahrrad ausleihen. Unser Rundgang fĂŒhrte uns zur kleinen Festung Castillo de San Gabriel, die auf einer vorgelagerten Insel liegt und ĂŒber die markante SteinbrĂŒcke Puente de las Bolas erreichbar ist. UrsprĂŒnglich im 16. Jahrhundert als Holzbau errichtet, sollte sie Arrecife vor Piratenangriffen schĂŒtzen. Nachdem sie zerstört wurde, erfolgte der Wiederaufbau in Stein und bis heute ist sie eines der Wahrzeichen der Stadt. Heute beherbergt das Castillo ein kleines Geschichtsmuseum und bietet von den Mauern aus einen herrlichen Blick auf die Stadt und das Meer.


AnschlieĂend zog es uns weiter zur sogenannten âInsel der Liebendenâ, ein kleiner, romantischer Ort am Rande der Stadt. Hier spĂŒrt man den Einfluss von CĂ©sar Manrique, dem wohl bekanntesten KĂŒnstler Lanzarotes. Er hat es verstanden, Natur und Architektur auf einzigartige Weise zu verbinden. Viele seiner Werke, wie die Jameos del Agua oder der Kakteengarten, prĂ€gen bis heute das Gesicht der Insel und verleihen ihr eine ganz besondere AtmosphĂ€re.

Auf der Insel der Liebenden stieĂen wir auf die typischen Wasserbecken von CĂ©sar Manrique. Sie wirken wie Pools â mit Leitern und weiĂen RĂ€ndern â, doch hier gilt: Baden verboten. Manrique nutzte das Wasser als Kunst- und Gestaltungselement, nicht zum Schwimmen. So bleiben die Becken ein faszinierendes Fotomotiv und Teil seiner besonderen Handschrift.

Auf dem RĂŒckweg schlenderten wir durch die charmante Altstadt von Arrecife. Enge, gepflasterte Gassen, bunte HĂ€userfassaden und kleine CafĂ©s vermittelten ein authentisches Stadtflair. Besonders ins Auge fiel die Iglesia de San GinĂ©s mit ihrem weiĂen Glockenturm â ein markanter Orientierungspunkt, direkt am Charco de San GinĂ©s gelegen, der kleinen Lagune mitten in der Altstadt. Vorbei an der Kirche und den hĂŒbschen PlĂ€tzen fĂŒhrte uns der Weg entspannt zurĂŒck zum Hafen.

Seetage auf dem Weg nach Vigo
Bereits beim Auslaufen aus Lanzarote hatte KapitĂ€n Laudan das herannahende Tiefdruckgebiet angesprochen und erklĂ€rt, dass man die weitere Entwicklung genau beobachten werde, um entsprechend reagieren zu können. UrsprĂŒnglich waren zwar zwei Seetage in Richtung Porto vorgesehen, doch pĂŒnktlich zur tĂ€glichen Seetagsdurchsage um 12 Uhr folgte die Entscheidung: Ein Anlaufen in Porto/LeixĂ”es sei aufgrund der Wetterlage nicht möglich. Stattdessen prĂ€sentierte er uns den Alternativplan: Bereits am zweiten Seetag den 18. April, also deutlich frĂŒher als erwartet, sollten wir gegen 22 Uhr in Vigo einlaufen und dort bis zum Morgen des 20. April gegen 9 Uhr ĂŒberwettern. Gleichzeitig kĂŒndigte er an, dass auch der Hafen A Coruña dadurch entfallen mĂŒsse, um den Zeitplan einzuhalten, um sowohl Cherbourg als auch den Endhafen Hamburg rechtzeitig erreichen zu können.
Auch diese Ăberfahrt hatte einiges an Programm zu bieten. Besonders spaĂig war das XXL Alpen Shuffleboard, bei dem man nicht nur sein Geschick unter Beweis stellen, sondern auch gratis Shots gewinnen konnte fĂŒr das AlpenglĂŒhn am Abend. WĂ€hrenddessen war das GlĂŒck mal wieder auf unserer Seite, denn wir konnten plötzlich mitten im Spiel mehre Delfine sehen die uns entlang der Fahrtrichtung ein paar Minuten begleiteteten. Ebenfalls fĂŒr Stimmung sorgte das Bar2Bar AIDA Boccia: Bei jeder Bar, die wir ansteuerten, gab es fĂŒr alle Mitspieler gratis Shots, sodass das Spiel nicht nur Wettkampf, sondern auch ein geselliges Erlebnis wurde. Abends fand dann das AlpenglĂŒhn statt, eine typische bayerische Party im Volksfeststil. Hier wird unter anderem das Spiel Nageln angeboten: Dabei mĂŒssen NĂ€gel mit möglichst wenigen SchlĂ€gen in einen Holzblock eingeschlagen werden â ein klassisches Geschicklichkeitsspiel auf Volksfesten. Persönlich bin ich kein groĂer Fan dieser Party, aber fĂŒr das eher Ă€ltere Publikum ist sie definitiv ein Highlight und sorgt mit Musik, Dekoration und zĂŒnftigen Drinks fĂŒr ausgelassene Stimmung.
Vigo
Wie angekĂŒndigt erreichten wir den Hafen von Vigo gegen 22 Uhr. Ein Landgang war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich. Die Ankunft war nicht nur sehr kurzfristig geplant worden, sie fiel auĂerdem mitten in die Osterfeiertage. Dadurch waren die zustĂ€ndigen Behörden, die Hafenverwaltung und auch das benötigte Personal nur eingeschrĂ€nkt verfĂŒgbar, sodass die Freigabe zum Verlassen des Schiffes erst am nĂ€chsten Tag erfolgen konnte. Auf der myAIDA heute waren zudem die Ăffnungszeiten des Cruise Terminals mit 9â21 Uhr angegeben. Entsprechend mussten alle GĂ€ste spĂ€testens um 21 Uhr wieder an Bord sein. Am letzten Tag in Vigo, als die AIDAbella noch bis 9 Uhr morgens fest war, war kein Landgang mehr möglich â die RĂŒckkehr aller Passagiere musste bereits am Abend des 19. April erfolgen.
Auch das von AIDA angebotene Ausflugsprogramm war in Vigo eher ĂŒberschaubar â was bei dem kurzfristigen Hafenwechsel nicht weiter verwundert. UrsprĂŒnglich hatten wir einen Ausflug in Porto gebucht, welcher selbstverstĂ€ndlich auf das Bordkonto zurĂŒckgebucht wurde. Als Alternative stellte AIDA ein neues, recht preisgĂŒnstiges Angebot zusammen: FĂŒr 55 ⏠pro Person gab es einen Transfer von Vigo nach Porto und zurĂŒck. Daneben wurde auch ein Transfer nach Santiago de Compostela angeboten, ebenfalls zu einem Ă€hnlichen Preis. Ein Ziel, das viele GĂ€ste ursprĂŒnglich wohl von A Coruña aus besuchen wollten.



Hier seht ihr ein paar EindrĂŒcke aus Porto. Porto selbst verzaubert mit seiner besonderen AtmosphĂ€re: die roten DĂ€cher der Stadt erinnern ein wenig an Madeira, nur dass Porto insgesamt urbaner wirkt, wĂ€hrend Madeira vom tropischen Flair lebt. Besonders beeindruckend ist die Ponte Dom LuĂs I, die berĂŒhmte BogenbrĂŒcke ĂŒber den Douro. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts von einem SchĂŒler Gustave Eiffels entworfen und ist bis heute eines der Wahrzeichen der Stadt. Von ihr aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die bunten HĂ€user entlang des Flusses und auf Vila Nova de Gaia, wo der weltbekannte Portwein gelagert wird. Eine Stadt voller Leben, Geschichte und Genuss, die sich perfekt eignet, um sie gemeinsam zu entdecken. Ein kleiner Tipp fĂŒr eine nette Verschnaufpause: ein Besuch bei Amorino, wo ihr Eis in Rosenform bekommt, nicht nur unglaublich lecker, sondern auch richtig stylisch und romantisch, besonders fĂŒr alle, die mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner reisen. Eine weitere kleine typisch portugisiesche Leckerei die ich empfehlen kann und die man nahezu an jeder Ecke bekommt ist Pastel de Nata, ein warmer Vanillepudding in BlĂ€tterteig.


Da wir tatsĂ€chlich nur rund 3,5 Stunden Zeit hatten, schlenderten wir gröĂtenteils zu FuĂ durch Porto und versuchten, möglichst viel von der Stadt zu sehen. Wie ihr euch vorstellen könnt, war es ein kleines Hetzen von einer SehenswĂŒrdigkeit zum nĂ€chsten Aussichtspunkt und weitere zur nĂ€chsten SehenswĂŒrdigkeit. In 3,5 Stunden ist einfach nicht allzu viel zu schaffen, aber man bekommt trotzdem einen Eindruck von der Stadt.






Und auch wenn es ein wenig lĂ€cherlich klingt â fĂŒr mich ist das eindeutig der schönste McDonaldâs, den ich je gesehen habe.
AbschlieĂend möchte ich euch noch eine kleine Ăbersicht meiner Highlights in Porto geben die wir in unserer Zeit in Porto besucht haben.
- Ponte Dom LuĂs I (berĂŒhmte BogenbrĂŒcke ĂŒber den Douro)
- Igreja do Carmo (Kirche)
- Jardim da Cordoaria (zentraler Park in Porto)
- Igreja dos Clérigos (Kirche) und Aussichtspunkt
- Miradouro da VitĂłria (Aussichtspunkt)
- Hafenpromenade Cais da Estiva (Blick entlang des Flusses auf die Ponte Dom LuĂs I)
- Fonte dos LeÔes (Löwenbrunnen)
- Kloster Serra do Pilar



Am Abend erreichten wir wieder unsere AIDAbella, und das Unwetter wĂŒtete bereits im Hafen. Starkregen, Sturmböen sowie Hagel erlebten wir bei unserer RĂŒckkehr â Zeit, den Abend gemĂŒtlich im Inneren des Schiffes ausklingen zu lassen.
Seetage auf dem Weg nach Cherbourg
Wieder einmal hieĂ es zwei Tage auf See nach dem morgendlichen Auslaufen um 9 Uhr. KapitĂ€n Sven Laudan informierte uns kurz vor dem Auslaufen wie gewohnt ĂŒber Distanz, Reisegeschwindigkeit und Co. AuĂerdem teilte er mit, dass wĂ€hrend der Liegezeit in Vigo bis zu 80 Knoten Windböen gemessen worden waren â die Entscheidung, in Vigo zu ĂŒberwettern, war also eindeutig sehr gut.
Wir nutzten die Seetage, um das Schiff noch einmal in vollen ZĂŒgen zu genieĂen, bevor am letzten Seetag nach Cherbourg das Kofferpacken anstand. An der Bar, bei den AktivitĂ€ten wie Volleyball, Shuffleboard und Co. gab es jede Menge Abwechslung. Ich nutzte auch die Gelegenheit, meine gratis Massage einzulösen, die ich dank meiner Clubstufe Smile bei AIDA ab einer ReiselĂ€nge von 14 Tagen bekomme. AuĂerdem durfte eine gemĂŒtliche Whirlpool-Runde nicht fehlen â jetzt, wo die Temperaturen schon deutlich kĂŒhler waren, war der „Kampf“ um den Whirlpool wesentlich entspannter bzw. gar nicht vorhanden. Das Ende der Reise rĂŒckte langsam in Sichtweite, doch trotzdem freuten wir uns riesig auf unseren letzten Ausflug in Cherbourg zum Mont Saint Michel. Ein Highlight was wir bereits wĂ€hrend der Reisevorbereitung uns dick angestrichen hatten.
Cherbourg
Wir erreichten Cherbourg pĂŒnktlich um 7 Uhr, und bereits um 8:30 Uhr ging es weiter Richtung Mont Saint-Michel. Nach etwa zwei Stunden Fahrt kamen wir am Touristenparkplatz an. Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten: entweder in ca. 10 bis 15 Minuten mit dem kostenlosen Shuttle zum Mont Saint-Michel, wobei es teilweise zu lĂ€ngeren Wartezeiten kommen kann (je nach Aufkommen) â oder in etwa 40 bis 50 Minuten zu FuĂ.

Dort angekommen erinnern die kleinen, verwinkelten Gassen ein wenig an Harry Potter â geheimnisvoll, verwunschen und voller Geschichte. Die Architektur mit ihren steilen Treppen, hohen TĂŒrmen und schmalen Wegen lĂ€sst einen fast erwarten, dass um die nĂ€chste Ecke eine Eule vorbeifliegt oder in einem der kleinen LĂ€den ZaubertrĂ€nke verkauft werden. Die Abtei selbst wirkt wie ein lebendiges MĂ€rchenbuch, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Wir durften diese im Rahmen einer gefĂŒhrten FĂŒhrung genauer erkunden sowie zahlreiche Fotos schieĂen & Ausblicke genieĂen. Zu beachten gibt es allerdings das sowohl vor der FĂŒhrung als auch bei der FĂŒhrung einige steilere Wege und Stufen bewĂ€ltigt werden mĂŒssen, daher kann ich den Besuch fĂŒr Ă€ltere oder gebrechliche Personen nicht empfehlen.







Einige interessante Fakten zum Mont Saint-Michel:
- Seit 1979 gehört Mont Saint-Michel zusammen mit seiner Bucht zum UNESCO-Weltkulturerbe, anerkannt fĂŒr seine historische, kulturelle und architektonische Bedeutung.
- Im Jahr 708 erschien der Erzengel Michael dem Bischof von Avranches, Aubert, dreimal im Traum und forderte ihn auf, ein Heiligtum auf dem Felsen Mont Tombe zu errichten.
- 966 lieĂ der Herzog der Normandie eine Benediktinerabtei auf dem Mont errichten, die im Laufe der Jahrhunderte erweitert wurde.
- Die Abtei wurde zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut und gilt als Meisterwerk mittelalterlicher Architektur.
- Die Bucht des Mont Saint-Michel weist den höchsten Tidenhub in Europa auf, mit einem Unterschied von bis zu 15 Metern zwischen Hoch- und Niedrigwasser.


Im Anschluss an die FĂŒhrung hatten wir noch 1,5h Freizeit bis wir wieder am Bus sein mussten und es zum letzten mal zurĂŒck auf die schöne AIDAbella ging. Um 18:00 Uhr gab es dann das letzte „sail away“ ein letztes mal die schönen KlĂ€nge der Auslaufmusik genieĂen und das bei bestem Wetter. Ein kleines Highlight beim Auslaufen aus Cherbourg war, dass wir die Le Redoutable, ein ehemaliges französisches Atom-U-Boot, sehen konnten. Dieses wurde 1967 in Dienst gestellt und war bis 1991 Teil der nuklearen Abschreckung. Heute liegt es als MuseumsstĂŒck in der CitĂ© de la Mer (Museum direkt im alten Hafenbahnhof) und ist das einzige Atom-U-Boot weltweit, das von innen besichtigt werden kann.

Ăbrigens: Auch die Titanic machte 1912 nochmal in Cherbourg fest. 24 Passagiere verlieĂen hier die Titanic. Sie waren die Einzigen, die die Fahrt an Bord unversehrt beendeten â denn fĂŒr alle anderen endete die Reise nur wenige Tage spĂ€ter im Atlantik.
Seetag auf dem Weg nach Hamburg
So langsam wurde es final: unsere Reise fĂŒhrte uns zu ihrer letzten Station â Hamburg. Nun hieĂ es Koffer packen, ein letztes Mal UrlaubsgefĂŒhle tanken und alle Annehmlichkeiten an Bord der AIDAbella nochmal genieĂen. Am Abend gab es wie ĂŒblich die Farewell Torte zum Abendessen, sowie die offizielle Verabschiedung durch Hotel Direktor & Entertainment Manager im Theatrium. Fun Fact: Auf dieser Reise durften wir das Farewell mit gratis Sekt gleich drei Mal erleben. Das lag daran, dass die Route in drei Abschnitte unterteilt war: La Romana â La Romana (wir selbst sind allerdings erst in Martinique zugestiegen), Martinique/La Romana â Gran Canaria und schlieĂlich Gran Canaria â Hamburg.
Besonders aufmerksam fanden wir, dass AIDA fĂŒr alle GĂ€ste die ârichtigeâ Farewell-Torte bereithielt. Die verschiedenen Torten standen vor den Buffet-Restaurants auf Deck 9, 10 und 11 â so konnte wirklich jeder Gast am Ende das passende Foto seiner Torte machen und mit einem guten GefĂŒhl nach Hause fahren.

Ein besonderes Highlight zum Abschluss: Am 23. April 2025 feierte die AIDAbella ihren 17. Geburtstag. Zu Ehren dieses Tages gab es eine kleine Ăberraschung in der Anytime Bar â ein sogenanntes âU-Bootâ. Wer sich jetzt fragt, was das sein soll: Ganz einfach. Eine Reihe halbgefĂŒllter GlĂ€ser mit Sprite und Sirup (z. B. Grenadine, Blue Curaçao oder Orange) wurde aufgestellt, dazwischen jeweils kleine ShotglĂ€ser. Ein Gast durfte schlieĂlich das erste Glas anstoĂen und damit eine Kettenreaktion auslösen â wie ein Dominoeffekt, bei dem die Shots in die GlĂ€ser fallen und so das âU-Bootâ versenkt wird.

Hamburg – Auf AIDAsehen đ
Morgens erreichten wir pĂŒnktlichst das Steinwerder Cruise Center in Hamburg und so hieĂ es fĂŒr uns dann um 11 Uhr nach dem FrĂŒhstĂŒck endgĂŒltig Auf AIDAsehen. Ein kleiner Hinweis fĂŒr alle Erstfahrer Kabinen Check Out ist bereits immer um 9 Uhr (Bordkarte verliert mit 9 Uhr ihre Funktion als KabinenschlĂŒssel).

So schnell sind 25 ereignisreiche Tage mal wieder viel zu schnell vergangen. Mein Fazit nach meiner ersten Transreise: Sehr abwechslungsreiche Destinationen, unterschiedliche Klimazonen und Zeitzonen â mir hat die Reise wirklich gefallen. Ich wĂŒrde sie definitiv noch einmal machen, wenn auch nicht unbedingt gleich. Im nĂ€chsten oder ĂŒbernĂ€chsten Jahr vielleicht dann auf einer anderen Strecke.
Es bleibt jedoch festzuhalten: Man muss eindeutig die Zeit dafĂŒr haben. Ich fand unsere Variante sehr gelungen: zuerst eine Woche in der Karibik, dann eine Woche Ăberfahrt und den Rest in Europa unterwegs. Die Route nur ab La Romana hĂ€tte mir dagegen nicht so gut gefallen â da hĂ€tte ich das GefĂŒhl gehabt, dass sich der lange Flug nur fĂŒr drei Inselstopps in der Karibik nicht lohnt, bevor es schon wieder Richtung KĂ€lte geht.
Danke, dass ihr an Bord wart! Ich freue mich auf eure Gedanken, Kommentare und Likes â und auf viele weitere Abenteuer auf See đđ.
2 Kommentare
Hans G. SchĂŒtz · 24. September 2025 um 23:50
In der Tat eine tolle Reise! Sehr schöne Fotos, sehr umfangreicher Reisebericht!
Danke dafĂŒr đ
Florian · 27. September 2025 um 21:40
Vielen Dank! đ Freut mich sehr, dass dir der Bericht gefĂ€llt. Es war wirklich eine unvergessliche Reise!